— i:u —
samen; leider ist. die Haltbarkeit desselben im heißen Klima keine sehr langdauernde. Wo Ihnen, wie an den meisten Plätzen der ostafrikanischen Küste, Granatbäume (Punica Granatum) zur Verfügung stehen, werden Sie immer am sichersten gehen, wenn Sie sich ihre Medizin selbst aus der Wurzelrinde frisch bereiten in der Weise, wie wir das später sehen werden. Die Medizin wird morgens mit halbstündigen Pausen in drei Portionen getrunken. Die Sicherheit des Erfolgs wird erheblich erhöht, wenn man die Haftfestigkeit des Parasiten durch eine vorbereitende Kur am Tage zuvor schwächt, wie es durch Einfuhr stark gewürzter oder gepfefferter Speisen, sauren Hering und ähnliches neben sonst ausschließlich flüssiger Diät geschelm kann. Eine derartige Mahlzeit geht zweckmäßig auch der Einführung des Medikaments unmittelbar voraus. Den Abschluß der Kur bildet etwa eine Stunde nach dem Einnehmen des letzten Löffels Ihrer Medizin eine Portion Ricinusöl. Untersuchung der Fäkalien ist erforderlich, damit man sich überzeugt, ob der Kopf des Bandwurms auch abgegangen ist. Im anderen Fall tritt in kurzem Neubildung von Gliedern auf und die Kur muß wiederholt werden.
Auf weitere Eingeweidewürmer an dieser Stelle einzugehen ist überflüssig. Es hat für Sie kein praktisches Interesse, die einzelnen Arten von einander unterscheiden zu können. Die Verhütung der Ansteckung ist bei allen die gleiche: Kein ungekochtes Wasser trinken und kein rohes oder halbrohes Fleisch essen.
Elfte Vorlesung.
Tropische Hautkrankheiten.
Entstehung durch klimatische und infektiöse Einflüsse. „Der rote Hund.“ Furunkel. Ringwurm. Krätze. Entstehung, Erscheinungen und Behandlung.
An praktischer Bedeutung reihen sich an die allgemeinen akuten Infektionskrankheiten und die Verdauungskrankheiten in unseren tropischen Kolonien dicllautkrankheiten.
()*