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Klima mit ganz geringen Tages- nnd Monatsschwankungen, mäßige östliche Luftbewegung, von zeitweisen Stürmen unterbrochen, und reichliche, ziemlich gleichmäßig verteilte Niederschläge. Die Marianen scheinen unter eingeschleppten Infektionskrankheiten, Influenza, Keuchhusten und Pocken, in den letzten Jahren gelitten zu haben, im übrigen von den die Kolonisation durch Europäer in Frage stellenden Tropenkrankheiten ebenso verschont zu sein wie die Karolinen. Die Malaria im besonderen spielt anscheinend keine in Betracht kommende Rolle, Magen- und Darmkrankheiten wie Hautleiden sind wohl stark verbreitet, aber mehr lästige als gefährliche Leiden.
Dritte Vorlesung.
Einfluß des Tropenklinias auf den menschlichen Organismus und Akklimatisation.
Kegulierung der Körpertemperatur beim Warmblüter. Wiirmeproduktion und Wärmeabgabe. Schwankungen der Körperwärme beim Übergang in die Tropen. Einfluß des tropischen Klimas auf Herzbewegung, Atmung, Haut- und Kierentätigkeit, Verdauungsorgane und Nerven. Soziale Hindernisse einer Akklimatisation des Europäers in den Tropen.
Meine Herren! Wir haben in unseren ersten beiden Besprechungen die Eigenschaften kennen gelernt, durch welche sich das Tropenklima und speziell das Klima unserer tropischen Kolonien von dem der gemäßigten Breiten unterscheidet, und wollen heute den Einfluß kennen lernen, welchen dieses veränderte Klima auf den menschlichen Organismus ausiibt und im besonderen erörtern, welche bisherigen Erfahrungen bezüglich der Fähigkeit des Europäers, sich in den Tropen zu akklimatisieren, gemacht sind. Dazu werden wir uns zunächst über ein paar leicht verständliche physiologische Fragen verständigen müssen, welche die Eigenwärme und die Wärmeökonomie des Körpers betreffen.
Sie wissen, daß die unbelebten Gegenstände in der Natur die Temperatur der Umgebung, je nachdem sie gute oder schlechte Wärmeleiter sind, mehr oder weniger schnell an-