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Während des Krieges in Deutsch-Ostafrika und Südafrika : meine Erlebnisse bei Ausbruch des Krieges in Deutsch-Ostafrika, im englischen Gefangenenlager in Südafrika und auf der Rückreise nach Europa ; mit 2 Karten und 9 Abbildungen / von Prof. Dr. G. Gürich, Direktor des Mineralogisch-Geologischen Instituts zu Hamburg
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Land ab, wofür ich ihm sehr dankbar war, konnte ich doch bei dieser Gelegenheit Proben von den Kalkbänken oben an der Kante des Rückens schlagen. Es schien mir dort eine schwüle Luft in politischem Sinne zu wehen und die Lage des Konsulatsvertreters ganz besonders schwierig zu sein. Er saß als einziger Deutscher dort in dem großen Hause, das mir schon bei dem ersten Besuche aufgefallen war, und verwal­tete die Geschäfte seiner Firma, die an der Küste entlang zahlreiche, wohl nur von Indern geleitete Nebenstellen eingerichtet hat. In letz­ter Zeit ist er viel in Anspruch genommen worden; so manch ein Landsmann aus dem Süden wollte nordwärts, um sich in unserer Ko­lonie zum Militär zu stellen. Den umgekehrten Weg ist vor mir nur der Sekretär des Deutschen Konsulats in Mombassa gereist.

Des Abends verließen wir den Hafen und nun wurde mir mit­geteilt, daß wir nicht in B e i r a sondern in Mocambique abgesetzt wer­den würden. Auf der Fahrt am nächsten Morgen sah ich fern im Lande wieder die steilen schmalen pfeilerartigen Bergklötze, dem Teufels­daumen vergleichbar, der uns im Jahre vorher unter den Gletscher­bergen Alaskas gezeigt worden war; auch hier konnte ich am Strande dieselben Brandungshohlkehlen erkennen, wie sie an der Küste von Mom­bassa bis zum Rowuma so häufig sind. Nach vierzehnstündiger Fahrt kamen wir in Mocambique an und zahlten unseren Fahrpreis; die Dhau in Palma für das Gepäck war uns nicht in Anrechnung gesetzt worden.

Mocambique.

Auf derLuabo hatte man uns mitgeteilt, in Mocam­bique gäbe es ein Hotel. Ich ging sofort mit Schwarze dort­hin, war aber sehr enttäuscht. Es ist ein altes arabisches Haus, un­sauber, und keine eigentliche Wirtschaft. Daraufhin suchte ich Rat und Hilfe bei dem deutschen Konsulatsvertreter Schröder, in der Firma Philippi & Co.; er gab uns einen ausgezeichneten Rat. Schon von derLuabo aus sahen wir im Hafen zwei Schiffe liegen, es waren der Khalif, ein Frachtdampfer der 0. A.-Linie, und derZiethen, ein Passagierdampfer, ursprünglich von der H. A.-Linie. DerZiethen hatte mit einem Ablösungstransport auf der Heimreise von der Südsee dieKönigsberg getroffen, gab dieser die Soldaten ab und zog sich dann nach Mocambique zurück. So liegen die beiden Schiffe hier un­tätig, warten auf Frieden und verzehren ihre Vorräte. DerKhalif hat nur die Mannschaft, derZiethen aber noch Fahrgäste, im ganzen wie mir gesagt wurde 250 Mann. Auf diesen Schiffen würden wir Unter­kommen finden. Wir holten unser Gepäck aus dem Hotel, nahmen ein Hafenmotorboot und fuhren hinüber zunächst zu dem näherliegenden Khalif. Unterwegs versagte der Motor und wir mußten mit zwei