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werden auch noch nach Menschenaltern ein deutsches volkstum finden, fröhlich und herzlich, zutraulich und gastlich wie nur eines, und dabei felsenhart und standhaft in seinem Leben und Ringen auf deutscher wacht und Posten.
Geiser, Heimat und Welt 1914.
9. Deutsche Vorposten im Weltkrieg.
a) Das deutsche Volkselement in Galizien.
Obwohl in der Hauptsache ein slawisches Land, hat doch Galizien seit alten Zeiten auch einen starken Einschlag deutscher Bevölkerung gehabt und die Spuren deutscher Kultur, deutscher Arbeit, deutschen Fleißes haben sich tief in das Land eingegraben.
Als die Truppen der deutschen Südarmee über Ungarn her in die Karpathen einrückten, da fanden sie dort, wo sie nur eine fremde, slawische Bevölkerung vermutet hatten, mit einmal deutsche Dörfer mit deutschem Namen, Annaberg, Feliziental, Iosefsthal, Leopoldsdorf, Vrigidau, Neudorf usf. Und in diesen deutschen Dörfern ertönte die liebe, heimische, deutsche Sprache, wehte deutsche Luft, liefen blauäugige, blondhaarige Kinder herum, und die deutschen Soldaten fühlten sich dort zu Hause. Und so war's, als im Südosten in der tapferen Armeegruppe Pflanzer-Baltin deutsche Kavallerietruppen nach Snia- tpn, Kolomea, Nadworna vorrückten. Sie fanden auch dort deutsche Dörfer, sie konnten in Kirchlein eintreten, in denen sie die predigt in ihrer lieben Muttersprache hörten, sie herbergten in deutschen Schulen und deutschen Bauernhäusern.
von welcher Seite man auch nach Galizien kommt, man wird überall neben dem slawischen und jüdischen, auch auf das deutsche Volkselement stoßen. Man wird überall finden, daß die deutsche Sprache in diesem Land noch eine große Bedeutung besitzt, wie sie denn auch tatsächlich nach dem geltenden Recht, neben der polnischen und ruthenischen, die dritte Landessprache ist.
Im Jahre 1910 ergab die Volkszählung 90 469 Deutsche bei einer Ge- samtbevölkerung von 8 025 676 (1,1 o/o).
Lins der schönsten deutschen Dörfer in Galizien, eine perle der ländlichen deutschen Kolonien mit rein deutschem Charakter, ist Hohenbach im Bezirk Mielec in westgalizien. wer in dieses Dorf kommt, fühlt sich mitten nach Deutschland versetzt, aus dem die Vorväter der deutschen Bauern nach Galizien einwanderten.
Eigentümlich ist es, daß diese Kolonien sich fast durchweg konfessionell scharf voneinander abgrenzen. Es gibt katholische Deutsche, oder wie man in Galizien sagt, deutsch-katholische und deutsch-evangelische Kolonien. Nur höchst selten gemischte. Die Zahl der deutsch-katholischen Dörfer beträgt 85, die der evangelischen 87.
Die Gesamtzahl der in solchen Kolonien wohnenden Deutschen dürfte mit etwa 60 000 nicht zu hoch angegeben sein. Die übrigen Deutschen Galiziens wohnen teils in Städten, teils sind sie zerstreut in ruthenischen und polnischen Ansiedlungen.
Das deutsche Element in den Städten läßt sich naturgemäß am wenigsten genau berechnen. Tatsächlich gibt es in Lemberg, Krakau, Neu-Sandez, prze- mpsl, Stanislau, Stryj, Kolomea zahlreiche Deutsche. Aber nur ein Teil der-