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j^, vorfHvielgereut, rechts das Zchulhaus.
4. Das Deutschtum in Züdtirol.
a) vor dem Weltkriege.
Die großen Verluste an Volksgut, die die alte „Südmark" deutschen Wesens erlitten hat, treten dann erst klar zutage, wenn man die Ausdehnung des Deutschtums in Südtirol vor etwa 400 Jahren mit der jetzigen Sprachgrenze vergleicht, soweit man bei der sprachlichen vielgestaltigkeit des Ltschtales überhaupt von einer Sprachgrenze reden kann. Goethe konnte in der „Italienischen Reise!" unterm 11. September 1786 in Rovereto am Gardasee noch schreiben, daß hier die Sprache abschneidet, während sie bis hierher stets noch vom Deutschen zum Italienischen schwankt, heute hört dieses Schwanken schon etwa in der Mitte der Strecke Bozen—Trient auf, und Trient allein ist in diesem ganzen Stück des Ltschtales eine gemischtsprachige Stadtinsel. Südlich des oberhalb Trient einmündenden Fleimsertales ist das ganze Gebiet mit der italienischen Sprache wie mit einem dünnen Schleier überzogen, der nur von einigen deutschen Sprachinseln Welschtirols (Lusern, Lafraun und vielgereut) durchlocht ist. Für Ortschaften, welche vor einem Menschenalter noch deutsche Schulen hatten, wird heute von Vertretern eines deutschfeindlichen Welschtums eine „tausendjährige Italienität" beansprucht, die es bekanntlich in Südtirol überhaupt nicht gibt. So sind die drei oben genannten echt deutschen Gründungen auf der Altopiano-Hochebene zwischen Lisch und Brenta im 13. Jahrhundert in einer weder von räthischen noch italienischen Ureinwohnern be- siedelten Gegend entstanden. Zwei vom Trienter Bischof Friedrich von Wangen belehnte Bozener Ritter führten diese deutsche Einwanderung herbei. Daß die verwelschung Südtirols aufgehalten, ja sogar eine Zurückverdeutschung erzielt wurde, ist zum größten Teile dem verein für das Deutschtum im Auslande zu verdanken. Dieser begann seine stille und ruhige, aber zähe, tatkräftige und planmäßige Arbeit vor etwa 30 Jahren, über deren sichtliche