Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1915)
Entstehung
Seite
216
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rötlichem oder grauem Grunde mit schwarzrot umrandeten Flecken geziert. Es sind Nachttiere, die tagsüber, durch welkes Laub u. a. geschützt, am Boden ruhen. Ihre Larven sind tiefschwarz. Hübsch sind die kleinen Megalixalus-Arten gezeichnet. Die ebenfalls kleinen Rappia-Formen kommen in so zahlreichen Farbenspielarten vor, daß kaum zwei Exemplare annähernd gleich gezeichnet sind und man die Gattung bisher noch nicht vollkommen in Arten hat aufteilen können. Sie sind einfarbig, gefleckt oder gestreift.

Weit verbreitet in unserem Gebiete ist auch ein Erd frösch (Phry- nomantis bifasciata). Das auffallende Tier hat oberseits auf sammet- schwarzem Grunde zinnoberrote Längsstreifen und Flecken und erinnert durch diese »Schreckfärbung« auffallend an unseren Erdsalamander. Eine zweite merkwürdige Erdfroschart ist der sehr gedrungene, kleine, dunkel­farbige Mopskopffrosch (Breviceps).

Schließlich ist von froschartigen Lurchen noch eine echte Kröte zu erwähnen, die unserer gemeinen Erdkröte sehr ähnliche, überall häufige Bufo regularis, die sich durch ihre sehr laute Stimme des Abends unangenehm bemerkbar macht.

ln der Erde wühlende Tiere sind die regenwurmartigen beinlosen Bl i n d w ü h 1 e n, von denen Hypogeophis güntheri mehrfach von Sansibar erwähnt wird.

Deutschostafrikanische Süßwasserfische.

Anschließend seien hier aucheinigeSüßwasserfische aus dem ostafri­kanischen Küstengebiete und von der vorgelagerten Insel Sansibar genannt. 1

Von barschartigen Fischen sind Kuhlia rupestris im letengebach auf Sansibar und Ambassis Commersonii im Pangani gefunden worden. Die Grundel Gobius giuris ist von beiden genannten Lokalitäten be­kannt. ln den Flüssen Sansibars, z. B. im Muera, trifft man ferner nicht selten welsartige Fische an: Clarias mossambicus, Clarias Güntheri und Chiloglanis Deckenii; auch der schon von den Korallenriffen be­kannte Plotosus anguillaris wird aus den Süßwässern Sansibars genannt. Aus der Familie der Zahnkarpfen ist Fundulus Güntheri und vonWeiß- fischen Barbus kerstenii und Barbus zansibaricus von Sansibar be­kannt geworden. Die derselben Familie angehörige Rasbora zanziba- riensis ist im Rowuma gefunden worden.

Schließlich sind die Aale Anguilla labiata und Anguilla virescens, sowie der im Schlamme stehender Gewässer lebende und zur Zeit der Dürre sich in einer aus Schlamm gebildeten Hohlkugel verkapselnde, ent-

1 G. Pfeffer, Die Fische Ostafrikas.