zellanschnecke (Cypraea arabica), Maulwurfschnecke (C. talpa), Weisse Olive (Oliva inflata),Quaeker-Olive (O. gibbosa),Bischofmütze (Mitra episcopalis),Teufelsklaue (Pteroceras lambis), Pome- ji ranzenschnecke (P. aurantia), Buchstaben - Kegelschnecke | (Conus litteratus), Sturmhaube (Cassis cornuta), Weiße Flügel- ‘jj Schnecke (Strombus gibberuluus),S tachelschnecke (Murex inflatus), J Tritonshorn (Tritonium tritonis), Klappmuschel (Tridacna squa- mosa), Herzmuschel (Cardium isocardia ). 1
Tierleben der Mangrowe.
Zwar nicht reichhaltig, aber eigenartig ist auch das Tierleben des Mangrowe-Strandes. Zahlreiche Krabben (Gelasimus) laufen bei Ebbe über den schlammigen Boden und suchen bei unserer Annäherung eiligst ihre Löcher auf. Sie fallen ebenso durch ihre prächtigen Farben, wie durch die komische seitliche Fortbewegungsweise ihres in der Breite am meisten ausgedehnten, gepanzerten Körpers auf. Die eine ihrer Scheren ist verkümmert und winzig klein, die andere drohend hochgerichtet und von unförmiger Größe. Durch Vertilgung von Aas und anderem Schmutz, an dem der Strand bevölkerter Küstenorte meistens nicht arm ist, machen sie sich sehr nützlich.
An den Stützwurzeln und Stämmen der Mangrowebäume siedeln sich kleine blauschalige Austern an, die im Wohlgeschmack den europäischen nichts nachgeben.
Das auffallendste Tier des Mangrowebezirkes ist der Springfisch (Periophthalmus Kohlreuteri). Wenn man dieses Wesen zuerst sieht, mit seinen froschartigen Augen und der hüpfenden Fortbewegungsweise, glaubt man einen Lurch, eine Art Mittelding zwischen Frosch und Molch, vor sich zu haben. Er ist mit einem besonderen Kiemenberieselungsapparat ausgestattet, der es ihm ermöglicht, längere Zeit trockene Luft einzuatmen. Der Springfisch flieht geradezu das Wasser, hält sich an der Wassergrenze auf, liegt aber immer auf dem Trockenen. Verfolgt oder aufgescheucht schießt er wie ein flach geworfener Flußkiesel, abwechselnd leicht eintauchend und dicht über dem Wasserspiegel schwebend, einer anderen, trockenen Stelle zu. Bei fortschreitender Flut wird er zurückgedrängt; von der Welle erfaßt und überschüttet, entwindet er sich derselben 2 durch kräftige Sprünge und flieht auf Baumstrünke u. a. So sah ich ihn an einem vollkommen senkrechten Baumstamme fußhoch hinauf-
1 Stuhlmann a. a. O. S. 803 — 804.
2 Kräftige Brandungswellen kommen nicht in Betracht, da der Fisch sich nur im Mangrowe- dickicht, am offenen Strande dagegen überhaupt nicht auf hält.