Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1915)
Entstehung
Seite
191
Einzelbild herunterladen
 

11. Die Meeres- und Strandfauna.

Fische.

U nter den freischwimmenden Tieren des Meeres sind die Fische die weitaus wichtigsten. Das ostafrikanische Küstenmeer beherbergt k> eine große Menge von Arten, die zum Teil von nicht geringer wirtschaft- lieber Bedeutung sind (vgl. Kapitel Kolonialwirtschaft). Nach Kersten * 1 i :i> sind in dem Sansibar-Küstengebiet allein 428 verschiedene Fischarten ge- . e* sammelt worden, wovon 192 auch im Roten Meere, 108 in der Nähe der Ostafrikanischen Inseln, 7 in den Kapgewässern, 25 im Atlantischen 7 us^i Ozean und 3 im Mittelländischen Meere beobachtet worden sind. Die in unserem Gebiete am stärksten vertretenen Familien sind die der Bar- sehe (Percidae) mit 47 Arten und die der Lippfische (Labridae) mit f 75 meist wohlschmeckenden Arten. Zu den barschartigen Fischen gehört Kuhlia rupestris, die brackische und süße Gewässer Ostafrikas be- wohnt und weiter östlich bis zu den Karolinen, Neu-Guinea und den -r ~ a n Inseln des südpazifischen Ozeans vorkommt. Ambassis Commersonii i....... 1 tritt vom roten Meere südlich bis Mossambique auf und außerdem durch

jfb den Indischen Ozean bis Nordaustralien . 2 Zu den Lippfischen gehören .... ju u. a. die für die Korallengärten charakteristischen, prächtig gefärbten

JR Papagei fische (Scarus). Die große Artenzahl aus der Familie der jU Lippfische hängt überhaupt mit den Korallenbildungen zusammen, an V welche vorzugsweise die Vertreter dieser Familie gebunden sind. Dasselbe fi gilt auch für die Haftkiefer (Plectognathi) mit 29 Arten im aequatorial- j ostafrikanischen Küstenmeere. Aus anderen Familien dürften Elotris f Klunzingeri und E. fusca,zu den Grundeln gehörig, an der ostafri- kanischen Küste anzutreffen sein. Von welsartigen Fischen ist Plotosus 1 anguillaris zu erwähnen, und von heringartigen Pellona indica,

"f die an der ostafrikanischen Küste wie auch in den indischen und malayi- " 'sehen Meeren gefunden worden sind. 3 * * * Um schließlich noch einige auf-

Wildschutzbewegung sich längst auch auf Ostafrika und seine großen Steppentiere ausge- irHi-, dehnt haben, brauche ich hier, da das Großwild für das Küstengebiet keine sonderliche Be-

dw» deutung hat, nicht einzugehen. (Vergl. u. a. Fr. Behn: Naturerhaltung und Wildmord in

V-.1 Deutsch-Ostafrika ein Kulturskandal. Natur.-Wochenschrift. Neue Folge Bd. X, S. 801 bis

- ! 807. C. G. Schillings: Zur Frage des Naturschutzes in den Deutschen Kolonien, nament-

I lieh in Deutsch-Ostafrika. Ebenda S. 807814. F- Doflein: Wildschutz und Wissenschaft

in den Deutschen Kolonien. Ebenda S. 817 820. Jagd und Wildschutz in den Deutschen neef Kolonien. Herausgegeben vom Reichskolonialamt. Veröffentlichungen des Reichs-Kolonial-

T amts Nr. 5. Jena 1913.)

.....) 1 C' C. von der Deekens Reisen in Deutschostafrika. 1. Band. Leipzig und Heidelberg 1869.

J 2 Pfeffer: Die Fische Ostafrikas, ln: K. Möbius u. a.: Die Tierwelt Deutsch-Ostafrikas und der

Nachbargebiete. Berlin 1895 98.

J 3 Pfeffer a. a. O.

1 191