Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1915)
Entstehung
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nata. Besonders massenhaft tritt diese Foraminifere in dem Kalksandsteine von Mkokotoni und in den kalkig-mergeligen Schichten von Dunga und Ueleso auf. Die Fossilien stellen im übrigen zu einem nicht unerheblichen Teile wieder gänzlich unbestimmbare Steinkerne dar. Es seien folgende von den bestimmbaren Formen genannt.

Foraminiferen: Operculina complanata.

Muscheln: Ostrea hyotiformis, Pecten Werthii, Pecten porphy- reus, Pecten pleuronectes, Area uropygmelana.

Schnecken: Semifusus citrinus, Strombus urceus.

Die genannten Formen stellen heute noch im Indischen Ozean lebende Arten dar, mit Ausnahme von Ostrea hyotiformis und Pecten Werthii, die eine Zurechnung der betreffenden Schichten zumTertiär rechtfertigen mögen.

Wie auf Sansibar, so bilden wohl auch auf Pemba und Mafia jungtertiäre Ablagerungen die Basis des ganzen Schichtenaufbaues. 1 Sie spielen hier aber, zumal in den Oberflächenformen, keine irgendwie be­deutende Rolle. Dagegen sind alt- wie jungtertiäre Bildungen für das südliche Küstenland von erheblicher Bedeutung. Die ersteren bestehen aus mergeligen Tonen mit Kalkzwischenlagen und sind durch massenhaftes Auftreten von Nummuliten charakterisiert. Sie wurden von Bornhardt (a. a. O.) von Kilwa bis Lindi nahe der Küste und in Höhen von o bis 60 m ü. M. vielfach beobachtet. Von den Fossilien dieser Schichten seien genannt: Nummulites Ramondi, H. perforata, N. obesa, N. granulosa, N. spira, Alveolina oblonga, Operculina africana.

Diese alttertiären (eozänen) Schichten werden von Tonen mit Kalk­lagen bedeckt, die bis über 200 m Meereshöhe auftreten und sich durch ihre Fossilführung als jüngsttertiär erwiesen haben. Es fanden sich: Orbi- toidis Verbeeki, Plesianthus testudinarius, Pecten pleuronectes.

Fossilführung der Terrassenka 1 ke;

Vergleich mit den Ablagerungen anderer Länder.

Was die Fossilführung der zuerst geschilderten, für uns wichtigsten Ablagerungen angeht, so finden wir auch in den oberen Kalken und sandigkalkigen Bildungen der Uferprofile eine ganze Zahl umso besser erhaltener organischer Reste, je kalkärmer und sandreicher die betreffende Ablagerung ist. Alle die spezifisch feststellbaren Arten (vorwiegend Mol­lusken) kommen heute noch in dem benachbarten Meere (Indischer Ozean mit Einschluß des Roten Meeres) vor. Dasselbe gilt auch für die Fossilien

1 Bornhardt: a. a. O. S. 468.

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