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weit nordwärts bis zum Golf von Aden. 1 Hier (in 5000 m Tiefe), wo die Wassertemperatur nur 1,2° beträgt, ist auch der Salzgehalt des Wassers nahezu dem in gleichen Tiefen des antarktischen Gebietes gleich; er beträgt 35,1 %o, während das Oberflächenwasser 56,oo%o Salzgehalt aufweist.
Küstenströmung.
Die in den ostafrikanischen Gewässern mit besonderer Stärke sich geltend machenden Meeresströmungen kommen in erster Linie durch den Aufstau des Wassers zustande, das von der Trift des Südostpassats 2 gegen die Küste von Afrika gedrängt wird. Die an der Nordspitze von Madagaskar vorüber in ostwestlicher Richtung setzende Passatströmung (= Süd-Äquatorialströmung) trifft in geringer Geschwindigkeit etwa in der Höhe des 10. südlichen Breitengrades, d. h. nahe der Südgrenze unserer Kolonie, die ostafrikanische Küste. Hier teilt sich die Strömung, und das Wasser fließt teils nach Süden und Südwesten, teils aber nach Nordwest bis Nord an unserer Küste entlang (siehe Fig. 1). Im Südwinter macht sich die Äquatorialströmung sogar bis auf etwa 5 0 Südbreite geltend; sie zeigt nur ausnahmsweise eine Bewegung von mehr als zwei Seemeilen in der Stunde. Nicht die Passatströmung allein ist als Quelle der beiden ostafrikanischen Küstenströme anzusehen; auch durch den vorherrschenden Wind wird das Wasser auf Ost-Afrika zugetrieben und fließt dann längs der Küste ab. Wenn auch der wechselnde Wind bald hemmend, bald beschleunigend auf die vorherrschende Meeresströmung einwirkt, so bleibt sich doch im allgemeinen das Strömungssystem selbst unter dem Wechsel der Monsune an unserer Küste zu allen Jahreszeiten fast gleich. Zwischen ro° südlicher Breite und derjenigen Sansibars setzt der Strom längs der Küste auch beim Nordostmonsun vorwiegend nach Nordwest und Nord, wenngleich er dann auch nicht so regelmäßig und kräftig wie im Südmonsun ist. Immerhin kann man selbst während der stärksten Entwicklung des Nordostmonsuns (im Dezember oder Januar) nördliche Versetzungen von über 50 Seemeilen im Etmal beobachten. Erst nördlich unseres Küstengebietes, vielleicht in 2 bis 3 0 südlicher Breite, dürfte in dieser Jahreszeit ein Zusammentreffen der von Süd kommenden Strömung mit dem längs der Somaliküste nach Südwest gehenden Strome stattfinden und einen Abfluß des Wassers nach Südost und Ost in die Äquatorialgegenströmung des Westmonsungebietes (Indische Gegenströmung Schotts 3 ) bewirken.
1 Chun.C.: Aus den Tiefen des Weltmeeres. Jena 1900. S. 468.
2 Siehe Kapitel Klima.
3 Schott, G.: Weltkarte der Meeresströmungen. 1898.
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