I. Getreide
Mais
(Tafel 1).
Der Mais ist eine der am weitesten verbreiteten Getreidearten. Seine Heimat ist das tropische Amerika, er wird aber gegenwärtig in allen Erdteilen angebaut. Der Mais, auch Welschkorn oder türkischer Weizen genannt, gehört zur Familie der Gräser; sein Halm wird bis zu 6 m lang. Aus den Blattwinkeln wachsen je 2—3 kolbenartige weibliche Ähren hervor; die männlichen Ähren, große, pyramidenförmige Rispen, bilden sich an der Spitze des Halmes.
Obwohl ursprünglich eine tropische Pflanze, hat sich der Mais doch auch dem gemäßigten Klima angepaßt. Die großkörnigen Arten kommen allerdings nur in warmen Gegenden fort. — Die Maiskörner dienen in erster Linie als Viehfutter, aber in vielen Ländern bilden sie auch eine wichtige Menschennahrung. Die halbreifen Kolben werden gekocht oder geröstet, und so die Körner gegessen, oder der Mais wird zermahlen und gebacken.
Der weitaus größte Teil des Weltbedarfes an Mais wird in den Vereinigten Staaten von Nordamerika geerntet.
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