Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1895)
Entstehung
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hat, werden Eingeborne der Salomons-Jnseln mit Vor­liebe von den Arbeiterschiffen angeworben. Die krie­gerische Tüchtigkeit der Eingebornen hat es dabei zu verhindern gewußt, daß, wie es auf anderen Insel­gruppen noch vor wenig Jahren der Fall war, einfach durch Menschenraub die nötige Arbeiterzahl zusammen- gestohlen wurde; auch ein Verschachern der Eingebornen durch ihre Häuptlinge ist auf den Salomons-Jnseln kaum jemals beobachtet worden. Dagegen ist bei dem etwas höheren Kulturgrad der Salomons-Jnsulaner das Be­dürfnis nach Lohn in Gestalt europäischer Erzeugnisse größer und Gewöhnung an regelmäßige Arbeit durch ihren eigenen trefflichen Plantagenbau ausgedehnter als anderswo. Die dichte Bevölkerung der Inseln läßt hier die wichtigste und beste Arbeiterquelle in der Südsee erwarten. Auf den Salomons-Jnseln befindet sich übrigens bis jetzt außer einer Ansiedlung der Wesley- anischen Mission eine europäische Niederlassung, und zwar auf der kleinen Insel Fauro nordöstlich von den Short- land-Jnseln, zwischen Bougainville und Choiseul; sie ist in den Händen der amerikanischen Familie Mac Donald.

4. Die Marschall-Jnseln

Im Nordosten der Salomons-Jnseln und des Bismarck- Archipels, auf 4^ bis 12 Grad nördlicher Breite, zwi­schen dem 161. und 172. Grad östlicher Länge breitet sich über einen Flächenraum von 350000 gkm der Archipel der Marschall-Jnseln aus, den äußersten Osten des deutschen Schutzgebietes in der Südsee be­deckend. Die Marschall-Jnseln, von denen fast jede einzelne unter einem eigenen König steht, ordnen sich in zwei Reihen: die westlichere Ralick-Gruppe (277 qllm) mit 18, die östlichere Ratack-Gruppe (133 qllm) mit 15 Lagunen-Jnseln (Atollen). Die Ratackinseln sind zwei­mal von dem Dichter und Naturforscher Adalbert