Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1895)
Entstehung
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dem Schutz einer örtlichen deutschen Regierung sein deutsches Wesen, deutsche Art und Sitte sich und seinem Vaterland erhalten kann.

Viertes Kapitel

Die deutschen Missionen in den Westafrikanischen Kolonien

Bei einer kurzen Besprechung der Westafrikanischen Missionen beginnen wir mit der von bitteren Erfahrungen nicht verschont gebliebenen, aber an Arbeit und Erfolgen reichen Rheinischen oder Barmer Missionsgesellschaft. Diese begann ihr Werk 1842 in Südwestafrika und zwar im Namalande, wo sie die Station Bethanien von der Londoner Missionsgesellschaft übernahm. Bethanien Mar­in gewisser Hinsicht schon vorher eine deutsche Missions­station. Sie war allerdings durch englisches Geld, aber durch deutsche Arbeit begründet worden. Ihr Gründer nämlich war ein deutscher Missionar, Namens Schmelen. Schmelen kam im Jahre 1814 nach einer beschwer­lichen Reise in Südafrika in die Gegend des jetzigen Bethanien, wo er bei einer lauwarmen, guten Quelle in anmutiger Gegend am Goangibslusse die Station begründete. Während seines langen Aufenthalts unter den Hottentotten vernegerte Schmelen total; er heiratete ein von ihm bekehrtes Hottentottenmädchen und lief in Negerkleidung, nur mit Fellen angethan, herum, wohnte und lebte wie die Hottentotten, aber erwarb sich einen großen Einfluß bei diesen. Die letzten Jahre