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Von den Charaktereigenschaften des Buschmanns wird dessen Ehrlichkeit besonders hervorgehoben. Die Frauen werden von den Buschmännern durch Geschenke erworben; sie haben natürlich die häuslichen Arbeiten zu verrichten, außerdem auf den zahlreichen Reisen der Buschmänner das Gepäck und Gerät, wie die Kinder zu tragen. Schön ist das Verhältnis der Eltern zu den Kindern und umgekehrt; oft setzen die Eltern ihr Leben für die Kinder ein. Scheinbar im Widerspruch hierzu steht es allerdings, daß man alte Leute, die zu schwach sind, auf den Wanderungen den Stammesgenossen zu folgen, einfach zurückläßt, sie nur für kurze Zeit mit Speise und Trank versorgend. Auch in den Höhlen verläßt man die alten dem Ende nahen Leute in derselben Weise, ohne sich weiter um sie zu bekümmern. Dieses Verhalten mag bei den Buschleuten indes mehr durch eine unglaubliche Leichtfertigkeit und Sorglosigkeit der Auffassung, als durch eine Roheit des Gemütes hervorgerufen werden. Über die Religion der Buschleute ist uns etwas Genaueres nicht bekannt. Wir wissen nur, daß im Glauben derselben die Verehrung des Mondes und ein Sagengebilde, das um Sonne, Mond und Sterne gewoben ist, eine hervorragende Rolle spielt.
3. Die Küdcrihschr Erwerbung in Angra peguena.
Deutschlands Vorgehen in Südwestafrika
Vor der deutschen Besitzergreifung in Südwestafrika hatte an jener unwirtlichen Küste nur die englische Kapkolonie die Walfischbai und einige der Küste vorgelagerte Inseln beschlagnahmt; alles übrige Land befand sich im Besitz der eingeborenen Häuptlinge, soweit es nicht als ganz herrenlos anzusehen war.
Schmidt, Deutschlands Kolonien. II.
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