den stehenden Gewässern häufig vorkommende Frosch bildet ein Nahrungsmittel der Eingeborenen, ebenso die in den Flüssen vorhandenen Fische. Von Insekten kommen vor: Heuschrecken, Skorpione, Spinnen, Wespen, Fliegen, Käfer und Schmetterlinge, die beiden letzteren in den mannigfaltigsten Arten.
2. Die Devöllrerung von Deutsch-Südwestafrika
Das südwestafrikanische Schutzgebiet wird im allgemeinen in seinem östlichen Teil von Bantunegern bewohnt, während im südlichen Teil die helleren Südafrikaner das vorherrschende Element bilden. Bei einer Betrachtung der einzelnen Völkerschaften folgen wir im allgemeinen der vortrefflichen und eingehenden Schilderung des Dr. Hans Schinz. Das hauptsächlichste Element in der Bevölkerung des Groß-Namalandes bilden die Nama; sie gehören zum Stamm der Hottentotten, der einst in Südafrika weit ausgebreitet war und die Herrschaft dort in Händen hatte.
Die Hottentotten sind im allgemeinen von niederem Wuchs, selten über 160—162 em groß; durch ihre schlanke, hagere Figur erscheinen sie zwar meist um vieles größer. Ihre Hautfarbe variiert zwischen aschgelb und graubraun; wenn häufig ganz helle Exemplare angetroffen werden, so ist dies aus eine früher stattgefundene Mischung mit Europäern zurückzuführen. Der Schädel der Hottentotten hat etwa die Form eines auf die Spitze gestellten Eies; ihr Haar ist wollig und verfilzt, die Haarbüschel ragen vom Kopfe vereinzelt empor; die Stirn ist schmal und meist mit tiefen Furchen durchzogen, die Backenknochen treten scharf hervor. Der Mund ist breit und durch dicke, aufgeworfene Lippen eingefaßt, die Nase entweder flach oder sogar sattelförmig nach innen gebogen; die großen Nasenlöcher sind von vorn sichtbar. Die großen Ohren haben nur mangelhaft aus-