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gleich mit dem Einkreuzen von feinen Wollschafen zu beginnen, sondern man wird besser zunächst einmal recht kräftige, harte Fleischrassen zur Zucht verwenden, und erst nach zwei bis drei Generationen, wenn man eine große, starke, dem Klima angepaßte Unterlage hat, wird man mit der Einkreuzung der feinen Wollrassen beginnen. Sehr zu empfehlen wird für trockene Gebiete das »Perser- Schaf«, die Karakul-Rasse, sein, deren Fell (Persianer) sehr wertvoll ist. In Gebieten mit Dornbusch wird man durch Weidegang von Ziegen die unteren Partien der Dornsträucher erst entfernen müssen, damit die Schafe die Domen nicht in das Vließ bekommen.
Auch das Schaf leidet sehr unter der Tsetse-Krankheit, kann aber wie die Ziege die Trypanosomen jahrelang im Blute haben, ohne daran zu Grunde zu gehen. Z. B. waren fast alle Exemplare von Kleinvieh, die im Luengera-Tal bei Usambara untersucht wurden, mit diesen Blutparasiten behaftet. So infizierte Tiere bilden also immer eine Gefahr für die Weiterverbreitung der Krankheit. Züchter im Großen sollten deshalb nur in solche Gebiete gehen, in denen keine Schafe und Ziegen der Eingeborenen in der Nähe sind, sie sollten auch das einheimische Wild vertreiben oder ausrotten, da dies dieselbe Gefahr mit sich bringt, und sie müßten vor allem selbst auf die Blutuntersuchung eingeübt sein, sie regelmäßig in großer Zahl ausüben und alle Tiere entfernen, bei denen sich die Trypanosomen zeigen.
Sus domesticus.
Das Hausschwein stammt, wie man jetzt allgemein annimmt, von mindestens zwei wilden Tieren ab, dem europäischen Wildschwein Sus scrofa L. und einer indischen oder südasiatischen Form, die man früher in mehrere zoologische Arten spaltete, jetzt aber wohl meist unter dem Namen Sus vittatus Müll. Schl, vereinigt. Die Kontroverse, ob zuerst die indischen Formen, von denen man das Torfschwein ableitet, oder die europäischen in Europa, und zwar in vorhistorischer Zeit, auftraten, kann hier außer Acht bleiben, Keller meint z. B. daß zuerst eine Schweineförm vom Osten eingeführt wurde, und daß man erst später begann, auch das europäische Schwein zu zähmen, und zwar zur Pfahlbauzeit. Eduard FI ahn aber ist der Meinung, daß die Schweinezucht wie so vieles andere im mesopotamischen Kulturkreis ihren Anfang nahm, und daß sich auch dort allmählich die Abneigung gegen dies Tier herausgebildet habe, vor allem verursacht unter dem Einfluß der Tammuz-Adonis-Mythe, die in den orientalischen Vorstellungen eine große Rolle spielte.
Die Hausschweine haben alle im Gebiß sechs Schneidezähne, einen Eckzahn und sieben Backenzähne, es müssen deshalb alle wilden Schweine mit anderen Zahnverhältnissen als Stammväter des Hausschweines ausscheiden, was für unsere Frage sehr interessant ist. Z. B. haben die afrikanischen Gattungen 1 hacocho'crus (gin der Swahili) und Potam ochocrus (ngurutvc der Swahili)