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Maultiere sind bei uns ziemlich viel in Gebrauch, die meisten sind aus Aden, und wohl indirekt aus Abessinien bezogen, wo große Zucht davon ist. Aber einige sind auch bei uns mit Erfolg gezogen. Das Maultier wird von den Swahili nyumbu genannt, was eigentlich Gnu heißt.
Equus caballus L.
Das Pferd spielt für Ostafrika eine ganz untergeordnete Rolle, so daß wir hier auf seine so sehr interessante Geschichte nur ganz andeutungsweise ein- gehen wollen. Wilde Pferde lebten zu der Zeit in Europa, wo nach den Glazialperioden eine Steppenflora dort eingezogen war. Als Haustiere sind Pferde zwar in den Pfahlbauten vorhanden gewesen, treten aber zahlreicher erst zur Bronzezeit auf. Es gibt daher manche Forscher, und mit ihnen Keller, die meinen, daß auch in Europa das Wildpferd domestiziert wurde, und daß dort der Stammvater der schweren Schläge, der »occidentalen Rassen« gewesen sei. Andere, und mit ihnen Hahn, dagegen glauben, daß es ursprünglich nur in Innerasien dem Menschen dienstbar gemacht worden sei, wo heute noch wilde Pferde, Equus Przcwalskii Poljakoff., in den Steppen der Dsungarei leben. Und zwar soll es ein turanisches Reitervolk gewesen sein, das das Pferd bei einer der vielen, im Laufe von Jahrtausenden sich folgenden Überschwemmungen Europas mit zentralasiatischen Reiterhorden, (wie z. B. Hunnen) nach Westen gebracht hätte. Die Erinnerung an diese ersten Reiterhorden haben sich bei -den Völkern als Centauren bewahrt. In älteren Perioden habe man überall, bei den Semiten der Euphatregion, wo man das Pferd schon um 2300 v. Chr. kannte, als auch bei den homerischen Griechen, als auch im alten Ägypten, wo es mit den Hyksos etwa 1700 v. Chr. bekannt wurde,* *) nur seinen Gebrauch als Zugtier für den Kriegswagen gekannt. Schräder nimmt an, daß dies durch die assyrische Art der Kriegsführung bedingt ge\Yesen sei. Und erst mit den Persern sei das Reiten aufgekommen.
ist ohne Zweifel dasselbe wie Okapi. Der Name für dieses wunderbare Tier des Waldgebietes war demnach schon unbewußt seit Stanley bekannt gewesen. Wiedemann brachte die Meinung auf, daß das Okapi der sei der alten Ägypter war, das Tier des Kriegsgottes, des Teufels der ägyptischen Mythologie und die Personifikation der Epidemien. Es ist höchst unwahrscheinlich, daß die Ägypter bis zur heutigen Heimat des Okapi gedrungen waren, dies wird vielmehr — wie auch der Wald — in alter Zeit vielleicht weiter nach Norden verbreitet gewesen sein.
*) Nach Desplagnes (lc plateau central nigerien) hießen die Hirtenvölker (1800 bis 1600 v. Chr.) nur bei den Griechen Hyksos, sie selbst nannten sich ssu, ssasu, der König hieß Ssclati Hyk Ssasu, daraus machten die Griechen Hyksos. Das Pferd nannten die Ägypter nach diesem Volke ssus, im West-Sudan nennen es alle Berber-Stämme ssuo (Ewe so). Die »Roten« Einwanderer des Sudan sollen, von Norden kommend, das Berber-Pferd mitgebracht haben. Siehe auch die Bezeichnung für Pferd auf aramäisch, hebräisch, assyrisch! Die Berber haben jedenfalls das Pferd als Reittier, nicht als Zugtier für den Kriegswagen mitgebracht