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Lasttier gebrauchen. An unseren Küsten und in Zanzibar gibt es immer nur wenige Tiere, die in Häuser oder Höfe eingeschlossen die arabischen Ölmühlen drehen und meist nach einigen Jahren zu Grunde gehen. So war es schon bei der Ankunft der Portugiesen (Strandes). Diese Tiere vertragen eben ein feuchtheißes Klima nur sehr schlecht, sind außerdem sehr empfindlich gegen die Tsetse. Jedes Jahr werden als Leckerbissen für die Araber einige Kamele, besonders im Fastenmonat, geschlachtet, manchmal sogar zu diesem Zweck vom Somaliland eingeführt.
Verschiedentlich ist versucht, das Dromeflar als Lasttier für afrikanische Expeditionen auszunützen, zuerst wohl 1569, wo die Portugiesen unter Barreto einen Zug mit vielen Dromedaren nach dem Goldlande, in das heutige Rhodesia, unternahmen. Zu unserer Zeit nahm Hauptmann Langheld 1893 einige Kamele zum Victoria-See mit; ich glaube, es kam auch eins oben an. Dann machte einige Jahre später Generalleutnant von Trotha, der damals Vizegouverneur bei uns war, dasselbe Experiment. Die Reise ging durch das Massai-Land in der Nähe der englischen Grenze. So weit ich hörte, haben die Tiere auch dann und wann Lasten getragen, waren aber im Gebirge und besonders in feuchter Gegend ganz hilflos, so daß sie endlich geschlachtet wurden. Die Kommune Wilhelmstal stellte einem Ansiedler im Magamba-Tal einige Dromedare zur Verfügung, der Mann verließ aber seine Pflanzung, und eins der Kamele hat dort verwildert — es ließ sich nicht wieder einfangen — lange sein Dasein in Hochusambara gefristet, bis es einem Löwen zum Opfer fiel. Später hat Tierarzt Schmidt die Versuche in größerem Maße wieder aufgenommen, Lasten ins Innere befördert, die Tiere auch ziehen lassen. Weil man sie aber nur einige Monate im Jahre während der Trockenzeit verwenden kann, und besonders weil sie eben doch nun einmal unserem Klima so gar nicht gewachsen sind, hat man die Versuche nicht wieder erneuert. Anders ist es in dem trockenen Südwestafrika, wo das Dromedar sehr viele Dienste geleistet hat. Hagenbeck hat dorthin über 2000 Tiere aus den Gegenden am Roten Meer und dem Golf von Aden geliefert. Denkbar ist, daß sie auch in Ostafrika für den ebenen Teil des Massai-Gebietes brauchbar sind, wenn man sie mit einer Bahn in diese Gegenden befördern und nur dort verwenden kann, vielleicht auch in der Form der schnellen Reitdromedare zum Patrouillendienst.
Das Lastdromedar heißt in Ägypten dschamal, in Syrien gämal, das Reittier dalul, bezw. hegin. Auf Tigrinje sagt man ghemel, auf Amhari genial, auf Saho-Asavetino galha, bei den Galla ebenso, bei den Somali und Benadir ghcl. im Norden die Stute hasch, der Hengst ausk und bei den Swahili ngamia, ein Wort, das auch wohl aus gämel entstanden ist.
Canis familiaris L.
Der Haushund fehlt wohl in keinem Negerdorf bis in das tiefste Innere des Kontinents, aber fast überall handelt es sich um ungepflegte und vernach-