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geht in einen harzigen, manchmal metallischen Geschmack über. Die Art heißt in den indischen Sprachen klm, limblm, limun, nimbu, im Persischen limu, limuctursh, im Arabischen limun, limuc, limu, nimu. Und hieraus ist offenbar der Swahili-Ausdruck mdimu gebildet. Zum Unterschied der Limette sagt der Swahili zur Limonelle auch dimu-kali. Die Javanen nennen sie jeru-mipis, die Malayen limao-mipis. In Tunis heißt sie bcldi (d. h. wohl »einheimisch«).
An der ganzen Küste ist der Baum fast bei jeder Ansiedlung vorhanden. In Ost-Usambara fehlt er, kommt aber in West-Usambara vielfach vor. Bei allen alten arabischen Handelsplätzen, bis hinauf nach Uganda und Karagwe ist er zu finden, alle Missionen und Gouvernementsstationen haben diese überaus nützliche und angenehme Art mit Erfolg angebaut. Sie vermehrt sich rasch und leicht, stellt gar keine Ansprüche an Boden und Pflege, so daß es leicht wäre, große Mengen davon zu bauen. Da auch bei uns, besonders auf den Schiffen, eine Menge des Saftes schon jetzt konsumiert wird und das ganze Geld dafür ins Ausland geht, die Präparation des Saftes aber nicht schwer zu sein scheint, wäre es wohl möglich, daß auch bei uns Pflanzungen sich speziell auf die Kultur dieser Art mit finanziellem Erfolg legen könnten. Und diese Pflanzungen würden nebenbei einen vorzüglichen Honig produzieren können, denn die Bienen gehen sehr nach den prächtig duftenden Blüten. Ich nehme an, daß die Pflanze von den alten arabischen, vielleicht persischen Siedlern eingeführt wurde.
| 12. Anhang.
! Wie die Eingeborenen bei uns die Früchte beschreiben, mag aus folgender
Übersetzung eines arabischen Manuskripts ersehen werden, das Dr. Neuhaus in den Mitt. d. orientalischen Seminars zu Berlin (I., 1898) veröffentlichte:
j Dies ist die Beschreibung der Früchte, welche Apfelsinen und
• Mandarinen genannt werden, und Gott weiß es am besten.
Was die sogenannte Apfelsinenfrucht anbelangt, so wisse, daß sie nicht gekocht wird; sie pflegt roh gegessen zu werden, aber sie muß reif oder wenigstens ausgewachsen sein, und Gott weiß es am besten. Von dem Aussehen der sogenannten Apfelsinenfrüchte merke Dir, daß es durchweg von ein und derselben
| Art ist; es gibt keine zweifarbigen Apfelsinen.
1 Die Farbe der Apfelsinen im reifen Zustande ist gelb, wenn sie unreif sind
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; pflegt ihre Farbe grün zu sein, grün auch, wenn sie ausgewachsen, desgleichen,
| wenn sie noch nicht ausgewachsen sind, und Gott weiß es am besten.
■ ! Ihr Geschmack ist süß, aber zugleich ein wenig sauer. Es gibt auch einige
i sehr süße, die müssen aber dann reif sein, und Gott weiß es am besten.
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■ Weiter die Frucht, welche » danzi « in der Einzahl, » madanzi « in
der Mehrzahl genannt wird.
: Die Danzi frucht pflegt der Volksmund als »saure Apfelsine« zu bezeichnen,
. aber ihr eigentlicher Name ist Danzi, und Gott weiß es am besten. Wisse, daß