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10. Citrus medica Limonum Var. Limetta Engl.
Die süße Limone wird auf Zanzibar und an der Küste hier und da gebaut unter dem Namen nditnu ta»iu. Die Frucht ist viel kleiner als die vorige (ca. 6V2 cm) und kugelrund mit ziemlich dünner, fahlgelblicher Schale. Die weißlich-gelbe Pulpa hat einen faden wässerigen Geschmack, ein wenig süßlich. Die Art soll in den Nilgherry-Bergen von Ostindien einheimisch sein. In Indien wird sie mitha-ncbu. ncmbu, in Kumaon amrithphal, in Birma thambaya genannt. Unsere Javanen sagen jcra-ovik. Sie wird wohl durch die persischen oder arabischen Kolonisten eingeführt sein. Auf den alten persisch-shirasischen Siedelungsplätzen kommt sie vor.
Dem runden Aussehen nach könnte man sie eher als eine Abart der Limonelle als eine solche der Zitrone ansehen. Ihre Blätter sind eiförmig, ca. 11 zu 7 cm, und haben einen ganz kurzen und völlig ungeflügelten Stiel. In den Blattachsen sitzen kleine Dornen. Die Blätter haben einen sehr intensiven Zitronengeruch, in der Durchsicht bemerkt man eine Menge größerer und kleinerer Öldrüsen.
Möglich ist auch, daß diese Sorte zur Varietät Lumia gehört; mir fehlt das Vergleichsmaterial, um dies zu entscheiden.
11. Citrus histrix acida Bonavia.
Die Limonelle ist die saure Citrussorte, welche hier hauptsächlich kultiviert wird. Es ist die wohlbekannte ndinm der Swahili. Ein kleiner Strauch oder Baum, der sehr reichlich feinschalige, runde Früchte trägt, von 4—6 cm Durchmesser. Manchmal sind sie auch länglich. Die fast glatte Schale duftet sein- aromatisch und schließt die stark saure, aber nicht im geringsten bittere, vielmehr angenehm aromatische Pulpa ein, die grünlichweiß bis blaßgelblich ist.
Die Blätter sind mit Stiel 9—10 cm lang, der Stiel etwa 1 cm. Sie sind schmal, haben fast die Form der Blätter von der » chcnza «, verkehrteiförmig, der Rand ist stark gekerbt, der Stiel ist ganz schmal gerändet, kaum geflügelt. Sie haben starken Zitronengeruch, auf der Durchsicht sieht man eine Menge Öl- driisen. In den Blattachsen stehen starke Dornen. Die weißen Blüten duften sehr stark.
Meistens werden die Früchte in grünem Zustand benützt, reif sind sie hellgelb. Sie halten sich lange und sind für Limonaden äußerst angenehm. Der Baum ist genügsam und gibt fast das ganze Jahr hindurch seine Früchte.
Durch die kurzen, ungeflügelten Blattstiele weicht unsere Sorte von der allgemein beschriebenen ab, es wird sich demnach um eine besondere Varietät handeln (var. dimu).
Diese Art wird von den Engländern unter dem Namen Lime in Zentral- Amerika, besonders auf der Insel Monserrat massenhaft kultiviert, ihr Saft in enormen Mengen als Lime-juice in den Handel gebracht, da er zur offiziellen Schiffsverpflegung dient. Der herrliche, erfrischende, aromatische Geschmack des frischen Saftes verliert sich im sterilisierten Zustand aber in kurzer Zeit und
Stuhlmann, Beiträge zur Kulturgeschichte von Ost-Afrika.
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