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Ergebnisse der Arbeiten des Samoa-Observatoriums der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen
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Die meteorologischen Registrierungen am Samoa-Observatorium

während der Zeit vom November 1902 bis zum Dezember 1906

von

Otto Tetens nnd Franz Linke.

Vorgelegt in der Sitzung vom 21. März 1908 durch Herrn Wiechert.

Einleitung.

Den meteorologischen Arbeiten des Samoa-Observatoriums liegen zwei ver­schiedene Leitideen zu Grunde: Erstens soll als Grundlage theoretischer Unter­suchungen ein durchaus zuverlässiges Beobachtungsmaterial von einer insularen Tropenstation beschafft werden; zweitens ist es von praktischer Bedeutung, das Klima der Samoa-Inseln zu erforschen.

Die erste Aufgabe wird durch fortlaufende, möglichst lückenlose und sorg­fältig kontrollierte Registrierungen zu erledigen gesucht, die letztere durch Ein­richtung von Beobacbtungsstationen an verschiedenen Punkten der Inseln.

Beide Aufgaben sind natürlich nicht von einander unabhängig: Einerseits können theoretische Resultate aus den Registrierungen nicht ohne Berücksich­tigung lokaler Klimaeigentümlichkeiten abgeleitet werden. Andrerseits jedoch dienen die Registrierungen an einer Station dazu, die täglich ein- bis drei­maligen Beobachtungen der übrigen Stationen zu ergänzen.

In der vorliegenden Abhandlung sollen die Ergebnisse der meteorologischen Registrierungen während der Jahre 1902 bis 1906 veröffentlicht werden. Nach dem soeben Gesagten müssen dabei nicht nur der theoretischen Meteorologie die zahlenmäßigen Unterlagen gegeben werden, sondern es ist auch zu untersuchen, welche Reduktionen und Korrektionen an Terminbeobachtungen anzubringen sind, um aus ihnen klimatologische Mittelwerte abzuleiten.

Entgegen der herrschenden Gepflogenheit meteorologischer Observatorien wurden die Ergebnisse sogleich einer Diskussion unterzogen, indem die besteken-

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