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Bericht über die in Deutsch-Ostafrika aus Mitteln des Kali-Propagandafonds im Jahre 1911/12 ausgeführen Düngungsversuche
Entstehung
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Anlage 1.

Anleitung zu Düngungsversuchen *).

Beiliegend erhalten die Versuchsansteller die Düngungspläne für die einzelnen Kulturpflanzen. Sie werden gebeten, die Ver* suche genau nach dieser Vorschrift anzulegen, damit eine mög 5 liehst große Einheitlichkeit aller Versuche gewährleistet ist. Sollten sich Abweichungen als unbedingt notwendig erweisen, so ist möglichst vor Einrichtung des Versuches hierher davon Mitteilung zu machen, auf jeden Fall aber sind sie genau in der Beobachtungstabelle zu vermerken.

Für die Anlage und Ausführung der Versuche sollen folgende allgemeine Grundsätze Geltung finden:

1. Als Versuchsfeld diene eine Fläche, deren Boden* Beschaffenheit weder besonders gut, noch besonders schlecht ist. Es ist zum Vorteil der Versuche wie der Versuchsansteller, wenn eine Fläche benutzt wird, die in ihrer Güte dem am meisten vorhandenen Lande der Pflanzung gleicht.

2. Das Versuchsfeld soll nach Möglichkeit eine ebene Lage haben. Da dies bei den ausdauernden Gewächsen, um die es sich hier handelt, seltener möglich sein wird, müssen die Teil* stücke so gelegt werden, daß sie nicht untereinander, sondern nebeneinander am Hange laufen, damit eine gegenseitige Beeinflussung der Teilstücke durch Abschwemmung vermieden wird.

3. Zu einem Versuch gehören 4 verschieden gedüngte und 1 ungedüngtes Teilstück = 5; weil sie aber sämtlich zur Nach* prüfung doppelt angelegt werden müssen, so setzt sich ein ordnungsmäßiger Versuch aus 2 X 5 10 Teilstücken zusammen.

4. Die gleichgedüngten, zusammengehörigen Teilstücke müssen möglichst weit voneinander entfernt liegen. Werden die Teilstücke nebeneinander in einer Reihe angeordnet, so wird die Trennung der gleichgedüngten Teilstücke am ein*

*) Den Versuchsanstellern vom Gouvernement übermittelt.

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