Gemüsearten, soweit sie überhaupt unter der heißen Tropen* sonne kultivierbar sind, zur vollen, genußreifen Entwich* lung zu bringen, während dies ohne Düngung zum Teil nicht möglich war.
Die Versuche sind noch nicht abgeschlossen; sie versprechen in der Regenzeit noch bessere Erfolge.
5. Luzerne.
Der Futterpflanzenbau liegt hier sehr im argen. Für die Versuche Weiden wird bislang so gut wie nichts getan; meist sind sie so 2U Luzerne abgeweidet und ausgesogen, daß außer Unkräutern kaum eine andere, bessere Vegetation mehr aufkommt. Es herrscht in der Trockenzeit vielerorts Futtermangel. Die Einfuhr von Kraft* futtermittein ist ganz bedeutend. An einzelnen Stellen in der Nähe Apias, wo der Futtermangel auf den Weiden der Haus* plätze besonders groß zu sein pflegt, beginnt man bereits eine Paspalumart, die sich leicht verpflanzen läßt, anzubauen. Die Möglichkeit, mit einer im heißen Klima Ägyptens gezüchteten Luzernesorte einen Anbauversuch zu machen, bot daher will* kommene Gelegenheit, einen Schritt zur Verbesserung der Futter* Verhältnisse zu unternehmen. Eventuell bietet die Luzerne wert* vollen Ersatz für die zwar nahrhafte, doch stachelige Mimosa pudica. Dieser Anbauversuch wurde zum Teil mit einem Düngungsversuch verbunden. Da nur wenig Samen zur Ver* fügung stand, wurde er hauptsächlich in Beeten auf Gartenland zur Vermehrung verwandt, so daß der Düngungsversuch nur klein ausfallen konnte. Die Teilstücke, je 2 qm groß, wurden unter Palmen auf altem Kulturlande angelegt, nachdem der Boden zuvor vom Unkraut befreit, sonst aber, um den natür* liehen Bedingungen möglichst gerecht zu werden, nicht weiter behandelt war.
Der 12teilige Versuch wurde in folgender Anordnung an*
Teilstück 1
und 7 .
. . . Nicht gedüngt
* 2
* 8 .
. . . K + N + P (S) *)
* 3
* 9 .
. . . K + N + P (T)
* 4
* 10 .
. . . N + P(S)
* 5
* 11 .
. . . N + K
* 6
* 12 .
. . . K + P(S)
*) P (S) == Doppelsuperphosphat, P (T) = Thomasmehl.
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