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Bericht über die in Deutsch-Ostafrika aus Mitteln des Kali-Propagandafonds im Jahre 1911/12 ausgeführen Düngungsversuche
Entstehung
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2. Kautschuk (Hevea),

a. Pflanzung der Papaseea Plantation Ltd.

Papaseea Die Pflanzung liegt ungefähr 6 Kilometer von der Küste im Apiabezirk in 300 m Meereshöhe. Das Versuchsland ist nach der Küste mäßig geneigt, wenig steinig und hat humosen, ziem* lieh schweren tiefgründigen Lehmboden. Die Niederschläge sind reichlich.

Die Heveen stehen in Reinkultur auf 4 X 4 m und sind 6 jährig.

Der Versuch ist 10 teilig zu je 20 Bäumen.

Da der Versuchsinhaber nicht in der Lage ist, die regeb mäßigen Aufmessungen der Kautschukmilch vorzunehmen, ist die Weiterführung des Versuches fraglich.

b. Pflanzung Solaua der Samoa Kautschuk Kompagnie, A. G.

Solaua Die Pflanzung liegt in Nordost Upolu, 5 km von der Küste, 300 m hoch, inmitten eines mit fruchtbarer Erde ausgefüllten gewaltigen Kraterbeckens. Der Boden ist ziemlich schwer, sehr humushaltig, mäßig steinig und tiefgründig. Die Niederschläge sind außerordentlich hoch und über das ganze Jahr verteilt.

Die nur nach der Küste zu offenen, 200 bis 300 m hohen, bewaldeten Kraterwände bieten die Möglichkeit fast täglicher Regenbildung.

Die Heveen sind 7 jährig und stehen auf 5 X 5 m.

Es wird nur die Baumscheibe rein gehalten.

Der Versuch ist 10 teilig zu je 30 Bäumen angelegt.

3. Taro (Colocasia antiquorum).

Versuche Den eigentlichen Düngungsberichten seien zunächst einige zu Taro Worte über Art und Weise des Tarobaus durch die Samoaner vorangeschickt.

Die Eingeborenen schlagen zur Anlage eines Tarofeldes den Busch in einfachster Weise nieder, verbrennen, sobald angängig, das Gestrüpp und die trockenen größeren Äste und pflanzen zwischen den vermodernden Stämmen und Stümpfen den Taro. Auf diese Weise werden innerhalb zweier Jahre drei bis höchstens vier Ernten auf einem Stück gewonnen; dann werden die Knollen so schwach, daß es den Samoanern nicht mehr der Mühe lohnt,

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