7. Futterpflanzen.
Der Anbau von Futterpflanzen spielt bei der Art der Vieh* haltung im Schutzgebiet einstweilen noch keine Rolle.
Mit der Zeit wird voraussichtlich der Anbau von Luzerne von Bedeutung werden. Um auch die Frage der Luzernedüngung unter den hiesigen Verhältnissen zu prüfen, wurden zunächst zwei Versuche mit dieser Pflanze in Westusambara angelegt. Resultate sind noch nicht erzielt worden.
8. Weide.
Von den im vorjährigen Berichte eingehend behandelten Versuchen mit Düngung von Weiden lieferte leider der Ver* such in Philippshof im Berichtsjahr kein zahlenmäßiges Er* gebnis. Dafür wurde in Kwehangala ein neuer Versuch bis zu Ende durchgeführt. Die Resultate beider Versuche in Kwai und des Versuchs in Kwehangala, welche unter Leitung von Dr. Eichinger in Amani stehen, sind in nachstehenden Ta* bellen XV und XVI zusammengestellt.
Das Ergebnis des Versuches in Kwai bestätigt mit aller nur wünschenswerten Schärfe das Resultat des Vorjahres und läßt sich nunmehr dahin präzisieren, daß die dortige Weide offenbar in erster Linie Kali, in zweiter Stickstoff braucht, dagegen kein Bedürfnis für Phosphorsäure besitzt.
Der Versuch in Kwehangala scheint im Gegensatz dazu auf Stickstoffmangel des Bodens in erster Linie, in zweiter auf ungenügenden Phosphorsäuregehalt hinzu weisen.
Eine Bestätigung des Ergebnisses durch Wiederholung des Versuches ist auch hier dringend erforderlich.
9. Gemüse.
Versuche mit Gemüse sind angestellt in den Bezirken Tanga, Wilhelmstal und Daressalam.
Über die Versuche in den erstgenannten beiden Bezirken berichtet der Versuchsleiter: Dr. Eichinger*Amani:
Westusambara liefert für die Steppe und die Dampfer der Deutsch*Ostafrika*Linie erhebliche Mengen von Gemüse. Die zum Gemüsebau verwendeten Felder werden das ganze Jahr mit Gemüse bestellt und daher reichlich ausgesogen. Zwar düngt man natürlich soweit wie möglich mit Stallmist, doch
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Versuche zu Luzerne
Versuche zu Weide
Kwai
Kwehangala
Versuche zu Gemüse