träge. Sie stellt keine reine Sorte dar und dürfte ein Misch* produkt von früher aus Deutschland bezogenen Sorten sein, vielleicht von der Versuchsstation Kwai stammend. Gerade bei ihr kann man sehr häufig beobachten, daß die Knollen sehr reichlich ansetzen aber sehr klein bleiben. Sie gilt daher allgemein als degeneriert. Das ist auch sicherlich der Fall, da andere Sorten sie an Ertrag weit übertreffen. Erwähnt sei nur ein Düngungsversuch aus Bangala im Jahre 1912, von dem sechs Par* zellen mit den einheimischen und sechs Parzellen mit aus Deutschland stammender Saat der Kartoffel „Ella“ bestellt worden waren.
Das Resultat war für 5
a in kg.
Einheim. Sorte
„Ella
Ungedüngt . . .
. . . 150
210
K+P . . . .
. . . 150
250
P+N ....
. . . 195
240
K+N ....
. . . 165
255
K + P + N . .
. . . 150
245
Stallmist . . . ,
. . . 180
240
Durchweg war also mit „Ella“ ein höherer Ertrag zu ver* zeichnen. Auch der Nachbau von „Ella“ ergab immer gute Resultate. Bemerkenswert ist, daß die Erscheinungen, die unter dem Namen „Blattrollkrankheit“ zu Hause in den vorigen Jahren vielfach Unruhe hervorgerufen haben, hier niemals auftraten. Bekanntlich wird von manchen Forschern angenommen, daß die Blattrollkrankheit mit durch zu große Wärme bei der Überwinte* rung der Saatknollen hervorgerufen werden könne; obige Be* obachtung würde keine Stütze dieser Theorie sein. Die Erkenntnis, daß man zur Hebung des Kartoffelbaues etwas für Sortenaus* wähl tun muß, hat sich schnell Bahn gebrochen; abgesehen davon, daß man Saatgut verschiedener guter Sorten aus Deutsch* land bezogen hat, haben einige Pflanzer durch Auslese einiger Typen aus ihrem Feldbestand sich selbst bessere Sorten geschaffen, die gute Resultate ergeben haben.
Auch die Bodenfrage spielt naturgemäß eine Rolle. Am besten soll die Kartoffel auf frisch gerodetem Neuland wachsen, wie von verschiedener Seite übereinstimmend mitgeteilt wurde.
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