......... . . . .mim... m.mm..
□ A. Kamerun. □
.I,„.l.L.llllll.l.,,1,1,1.
mimi ii imii i .imi ii ninujiii i im
Bodenverhältnisse, Landwirtschaft und Düngungs* frage in Kamerun.
ie Plantagenwirtschaft in Kamerun entwickelte sich zu* nächst an den Hängen des großen Kamerunberges, welcher unmittelbar von der Seeküste bis zu einer Höhe von über 4000 m aufsteigt. Hier boten sich günstige Verkehrs* bedingungen, verbunden mit guten Bodenverhältnissen. Der Boden auf dem Kamerungebirge ist fast durchgängig das Verwitte* rungsprodukt von Basalt und vulkanischer Asche und bietet als solches die besten Bedingungen zur Bildung eines nährstoff* reichen Bodens. Wie überall in niederschlagreichen Tropen* gegenden, ging auch hier die Verwitterung des Gesteins sehr energisch vor sich, und es entstand ein Boden, der die für die Pflanzen nötigen Nährstoffe in ziemlich leicht löslicherForm enthält.
Da von einer intensiven Kultur durch die Eingeborenen nicht die Rede war, fand der europäische Pflanzer einen guten Boden vor. Es gelang in den Anfängen des Plantagenbaues, von den angebauten Früchten, fast ausschließlich Kakao, immer wieder gute Ernten zu erzielen, und so wurzelte sich die An* schauung von der Unerschöpflichkeit des Bodens am Kamerun* berge ein. Aber nicht lange währte es, da mußte man einsehen, daß diese Annahme irrig war.
Ist einerseits die Aufschließung der Nährstoffe im Boden sehr energisch, so sind anderseits die überaus starken Nieder* Schläge dem Nährstoff kapital des Bodens verhängnisvoll. Wir haben am Kamerunberge Orte mit einer jährlichen Regenmenge bis zu 10000 und sogar 12 000 mm — gegen etwa 600 mm durch* schnittliche Regenhöhe in Deutschland —, und diese ungeheuren Wassermengen bewirken eine recht erhebliche Auswaschung der Mineralstoffe und damit eine merkliche Verarmung des
1
Boden. Verhältnisse am Kamerun, berge