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Bericht über die in Deutsch-Ostafrika aus Mitteln des Kali-Propagandafonds im Jahre 1911/12 ausgeführen Düngungsversuche
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Bericht über die in Deutschs Ostafrika aus Mitteln des Kalis Propagandafonds im Jahre 1911/12 ausgeführten Düngungsversuche.

... I .

Die Notwendigkeit der Kunstdüngerwirtschaft im Schutzgebiet.

as letzte Jahrzehnt der Entwicklung der Ackerwirtschaft in Deutschland läßt sich dadurch kennzeichnen, daß die Überzeugung von der Notwendigkeit einer geregelten Verwendung von Kunstdüngemitteln zum Ersatz der durch die ständig steigenden Erntemengen aus dem Boden entnommenen Pflanzennährstoffe Allgemeingut der deutschen Landwirte zu werden beginnt. Während noch in den letzten Jahren des ver« flossenen Jahrhunderts eine rationelle Anwendung der söge» nannten »künstlichen«, d. h. von der Industrie und Technik neben dem Stalldünger zur Verfügung gestellten Düngemittel, die die Pflanzennährstoffe in konzentrierter Form enthalten, sich auf einen, wenn auch schon großen Bruchteil größerer Land* wirtschaftsbetriebe beschränkte, gibt es heute auch in den rück* ständigsten Gegenden Deutschlands kaum einen Ackerbauer mehr, der nicht zum mindesten schon sein Heil mit der Kunst« düngung einmal versucht und bei gutem Ausfall dieser Ver« suche sie zu einer ständigen Einrichtung seines Betriebes gemacht hat. Das Zusammenfallen der Steigerung des Kunstdünger« Verbrauchs in der deutschen Landwirtschaft und der Steigerung der Erntemengen pro Hektar, das durch bessere Sorten, ver« besserte Bodenbearbeitung usw. keineswegs allein begründet werden kann, spricht von dem volkswirtschaftlichen Nutzen der Kunstdüngung als Allgemeingut der deutschen Ackerbauer eine beredte Sprache.

Trotz dieser heimatlichen Erfahrungen, die in den Kolonien die hier arbeitenden landwirtschaftlichen Praktiker zum mindesten zu Versuchen mit Düngung der von ihnen angebauten Kultur«

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