Flügellahm.
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Am 11. brach morgens gegen 9 Uhr ein starker Sturm los, dem der Fesselballon der Funken-Station sogleich zum Opfer fiel; das Reißen seines Kabels glich einem Flintenschuß. Wegen des heftigen Sandsturmes wurde im Lazarett das Backen und Brauen eingestellt. Als nun am Mittag mein knurrender Magen nach Nahrung heischte, ohne daß ich ihn wegen Ausbleibens meiner Beköstigung zufriedenstellen konnte, sandte ich meinen Burschen zum Lazarett. Der kam jedoch wieder mit dem Bescheid, der Inspektor ließe mir sagen, er könne mir nichts geben, da die Küche geschlossen sei. Zum zweiten Male sandte ich zu ihm, er möchte mir doch wenigstens etwas Kake verabfolgen. Doch erst, als ich zum dritten Male durch ein geharnischtes Schreiben meinen bescheidenen Wunsch äußerte, ließ sich der sparsame Mann herbei, mir einiges Wenige zu schicken.
NachRamansdrift.
Seit dem gestrigen Abend darf ich mich allabendlich eine Stunde vor dem Hause aufhalten. So sitze ich am Abend des 13. vor meiner Klause, als ich auf der Ramans- drifter Pad sich entfernende Staubwolken aufwirbeln sah. Auf mein Befragen erhielt ich die Antwort, es sei eine nach Ramansdrift abgehende Leerkolonne. Das ging mir denn doch über die Hutschnur! Wiederholt war F. auf der Etappe dringend vorstellig geworden, daß die Typhus- und Ruhrkranken so schnell als möglich wegen der hiesigen schlechten Wasserverhältnisse an den Oranje gebracht werden sollten. Jetzo sah ich den Erfolg. Mühsam schleppte ich meine matten Glieder zur Etappe und bat daselbst dringlich, doch unserer bei der nächsten Fahrgelegenheit zu gedenken. Mit verschwenderischer Wortsülle wurde mir die Erfüllung meiner Bitte versprochen. Doch nun erfolgt
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