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Flügellahm.
leblosen Flächen schuf ich mir nun Seen und Länder. Dort die erhöhten Sandkörnchen wurden mir glückselige Eilande, drüben die dunkelnde Gruppe ward mir eine düstere, mittelalterliche Stadt. Jedoch auch ein wirkliches, reges Leben entfalteten auf den Wänden flinke Termiten. Kamen sich zwei vom Boden und der Decke her entgegen, so beobachtete ich mit größter Spannung, wie sie sich Wohl ausweichen würden. Nahmen zwei der emsigen Ameisen den Lauf in gleicher Richtung auf, fo wettete ich im Innern vergnüglich, wer von den beiden Wohl zuerst sein Ziel, das ich ihnen in Gedanken gesteckt, erreichen würde. Auch den brummenden Fliegen war ich für das Leben dankbar, welches sie in die Bude brachten. Termiten, wie Fliegen gaben mir außerdem häufig Gelegenheit zu belustigender Jagd.
Die Nächte sind augenblicklich angenehm kühl, aber am Tage herrscht des Mittags stets die ungemütliche Hitze von 34 Celsius.
Bin unwiderruflich für die nächste Rückbeförderung nach Ramanstrift angesetzt. Zu einem Treck auf dem Baiwcg nach Lüderitzbucht hält mich Stabsarzt F. gesundheitlich für nicht stark genug.
über die Kampfweise unserer Gegner.
Doch nun will ich an dieser Stelle ein nicht unwichtiges Kapitel einschalten. Mit staunender Verwunderung nahm ich nach meiner Rückkehr zur deutschen Heimat wahr, wie wenig man daselbst trotz des schon jahrelangen Krieges über unsere Gegner in Südwest Bescheid wußte und sogar heute noch, da ich dieses schreibe, weiß. Da werden Hottentotten zu baumlangen Schwarzen umgewandelt; die Hereros (Hareros — die Betonung liegt auf der ersten Silbe) dagegen schrumpfen zu kleinen, unansehnlichen