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Im Herero- und Hottentottenland
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Flügellahm.

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Am 25. gab es etwas angenehme Kurzweil für mich. Zunächst sprach O. bei mir vor; dann erkundigten sich E., S. und T. nach meinem Zustande. Kurz darauf traten sie im Nachbarzimmer zu einem Kriegsrat zusammen. Mit größter Aufmerksamkeit lauschte ich ihren Ausführungen. Ich konnte mich nicht genug Wundern, wie sorglos die folgenschwersten Beschlüsse gefaßt wurden, denn ebensogut, wie ich jedes Wort verstand, ebensowenig entging den her­umlungernden Bambusen irgend ein Beschluß. So wurde unter anderem festgesetzt, daß, falls der Feind keinen Vor­stoß unternehmen würde, der 8. März als allgemeiner An­griffstag für alle einschließenden Truppenteile festgelegt werden sollte. War diese offene Besprechung nicht eine Unklugheit und Unvorsichtigkeit den in bezug auf Treue oft recht zweifelhaften Eingeborenen gegenüber! Am Nachmittag erschien der Generalkonsul Jacobsen aus Kap­stadt, um sich über den Stand der Verpflegung aus­zulasten.

Ins Lazarett.

Am 27. erschien Stabsarzt F., um mich zu untersuchen. Er zog ein bedenkliches Gesicht und stellte fest, daß die Ruhr chronisch geworden sei. Dadurch, daß ich fast nichts zu mir nehmen kann bringe es kaum fertig, auch nur Suppe zu genießen bin ich bis auf die Knochen abgemagert und nicht fähig, mich allein ausrecht zu erhalten. Das Lazarett ist außerstande, mir ein fieberstillendes Mittel zu verab­reichen, selbst Chinin war nicht mehr vorhanden. Nur ein schärferes Gurgelmittel konnte mir bereitet werden. Da auch nicht abzusehen war, wann neue Arzneimittel ein­treffen würden, so wandte sich F. an den Generalkonsul Jacobsen mit der Bitte, mich nach Warmbad mitzunehmen. Mit äußerst liebenswürdiger Bereitwilligkeit stellte mir der