Im Feldrcgiment.
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mein. bisheriges, treugedientes Hemd in den Ruhestand zu versetzen. Schnipp-schnapp rackst das Schloß, und weihevoll hebe ich den Deckel! Da — es sträubt sich mein Haar, es
stockt das Herz-da liegt in meinem Heiligtum ein —
urdreckiger, vollständig zerfetzter Mannschaftsanzug; meine Wäsche, meine heißersehnte Wäsche war znm Teufel, oder besser gesagt beim Buren. Alles, alles war mit entwendet, nichts von allen meinen Sachen lag noch darin. Wild fluchend streifte ich mein ehrliches, durchlöchertes Hemdlein, das schon seit längerem deutlich, dieses Ereignis Wohl voraussehend, die Trauerfarbe angenommen hatte, wieder über. Mich niedergebeugten Mann aber richtete leise tröstend der gute V. wieder auf, in rührender Weise nur eines seiner eigenen Hemdlein still opfernd.
Auf Patrouille.
Morgens 3 Uhr langten zwei Reiter von Blydever- wacht an; sie brachten den Befehl, daß sofort eine Offizier- Patrouille durch unsere Kompagnie auf Kummernais, Salzmund und Stolzenfels angesetzt werden solle. Eine englische Drahtkunde besagte, es sollten 100—150 Hottentotten bei Kummernais und Salzmund lagern. Wenn sich dieses bewahrheitete, so war ein großer Teil des Gegners aus seiner Felsenburg bei Umeis entwichen, auf englischem Gebiet am Oranje aufwärts gegangen, um entweder die deutsche Einschließungslinie im Rücken zu fassen, oder um die alten Schlupfwinkel in den Karrasbergen wieder auszusuchen. W. beauftragte mich, den Befehl des Oberkommandos auszuführen. Schnell suchte ich einen Unteroffizier und zwei Mann meines Zuges aus; W. gab mir einen Eingeborenen mit, und V. schloß sich freiwillig an. So ritten wir am schönen Sonntagmorgen 4.50 am 4. Februar von dem frommen Wunsche der Zurückbleibenden be-
Trautmann, Im Herero- u. Hottcntottenlniid. 17