Im Feldregiment.
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Herz vor Freude, aus dem goldenen Adjutantenkäfig wieder in die ungebundene Freiheit eilen zu können. Nochmal so gern ließ ich mich in der kommenden Nacht wieder andauernd aus dem gesunden Schlafe klingeln; jetzt wurde mir jedes Anbimmeln zur Musik. Um 11 Uhr mittags kam S. an. Zu Dritt nahmen wir das gleichzeitig Be- grüßungs- und Abschiedsessen bedeutende Mahl ein. Doch war es mir nicht sonderlich feierlich dabei zumute. Darauf übergab ich S. den Schreibstubenzimt und um 3 Uhr nachmittags ritt ich fröhlichen Herzens nach meiner Kompagnie in Ondermaitje hinüber. Ganze 44 Stunden hatte meine Schemelreiterei gewährt.
Von unserer köstlichen Sinekure in Ondermaitje.
Von Blydeverwacht ging es über eine weite, offene Hochebene 15 Kilometer fortgesetzt abwärts bis Ondermaitje am Hamrevier. Es folgt nun eine Reihe von angenehm verbrachten Tagen, die wir in köstlicher, nervenstärkender Ruhe verlebten. Hierin liegt der große Unterschied zwischen der Tätigkeit der Feldtruppe und der der Kolonnen- mannschaft. Wohl hat erstere mitunter einzelne Tage größerer Kraftentsaltung zu verzeichnen, dann aber folgt wieder die manchmal recht lange Spanne der Erholung. Bei der Kolonne jedoch gibt es keine Ruh' noch Rast; unausgesetzt waltet bei ihr die aufreibende Tätigkeit.
Am Abend meines Eintreffens übernahm W. die Kompagnie vom Oberleutnant D. Ich selbst erhielt die Führung des ersten Zuges. Die Kompagnie war arg zusammengeschmolzen. Während sie nämlich beim Verlassen Hamburgs 177 Köpfe gezählt hatte, war sie jetzt trotz wiederholter Auffrischung nur noch 65 Mann stark. Unge-