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Im Herero- und Hottentottenland
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Im Feldregiment.

zusuchen. Dafür aber war es den Leerkolonnen nicht ver­wehrt, in dem an die Marschstraße angrenzenden Gebiet Streifen zu reiten, feindliche Banden zu werfen und Werften auszuhebern So hat es an erfolgreichen Patrouillen und Gefechten den Kolonnen nicht gefehlt. Aber auch größere Unternehmungen, die von Kolonnenmannschaften in Ver­bindung mit Stationsbesatzungen unternommen wurden, sind glücklich durchgeführt worden und reihen sich den Erfolgen der Feldtruppe würdig an. Hierzu gehört z. B. die Säuberung des Komashochlandes, der Zug den Kuiseb- fluß abwärts und der Vorstoß in die Zwiebelhochebene.

Auf dem Ritt nach Gibeon.

Am 8. Dezember fand ein größeres Abfchiedsessen für die nach dem Süden Versetzten im Kasino statt. Wieder herrschte eine frisch-frohe Feldzugsstimmung, und doch schwebte diesmal über dem Ganzen die ungewisse Frage, die Wohl bei jedem von uns mal anklopfte: wer von uns lebenslustigen Leutchen hier am Tisch wird Wohl nach dem Feldzug, glücklich heimgekehrt, von seinen Erlebnissen plau­dern können?

Am 9. meldete ich mich bei M., dem Etappenkomman- deur, ab. Er fragte mich, ob ich gern zum Süden ging oder ob ich nicht lieber bei der Etappe bleiben wolle. In kurzen Zügen schilderte er Grau in Grau (der Wirklichkeit leider entsprechend) den augenblicklichen Stand im Süden: Auf allen Punkten durchaus vollständige Ungewißheit über Stärke und Verbleib der überall auftauchenden und blitz­schnell wieder verschwindenden Gegner. Dazu herrsche bedenkliche Verpflegungsnot, so daß man sagen könne, die Truppe hungere bereits. Noch hatte ich es in diesem Augenblick in der Hand, zu bleiben, wo es mir ausge­zeichnet gefallen hatte, oder den Schritt in das Ungewisse