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Im Herero- und Hottentottenland
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Im Feldregiment.

Sinn das Für und Wider. Zwar winkte in der Front lorbeerbekränzte Anerkennung, die ja leider den Kolonnen trotz ihrer rastlosen, aufopfernden Tätigkeit nicht nur von der urteilslosen Masse, nein, traurigerweise gerade von den allermeisten Frontoffizieren in der Kolonie und Heimat versagt wird. Dummheit und Dünkel leisten hier Fabel­haftes. (Später in Deutschland wurde ich von einem jungen Herrn eines Truppenteils, zu dem ich gerade kom­mandiert war, gefragt, wie ich eigentlich zu dem schwarz­weißen Bande gekommen wäre; ich sei doch nur bei der Kolonne gewesen!) Aber da war noch der Verlust der gol­denen Selbständigkeit zu bedenken! Hier bei der Etappe Herrscher über drei Staffeln; dort hieß es, unterkriechen unter den Willen eines Häuptlings, von dem man noch nicht wußte, ob er genießbar oder ob er einem das Dasein verbittern würde.

Rückblick auf die Kolonnentätigkeit.

Doch jetzt will ich, selbst aus die Gefahr hin, manchmal etwas bereits Geschildertes zu wiederholen, rückblickend den wichtigen Abschnitt über das Kolonnenwesen kurz zu­sammenhängend beleuchten:

Als der Aufstand in Südwest ausbrach und daselbst größere Truppenverbände aufgestellt wurden, mußte auch die Zufuhr der Verpflegung verstärkt und neu geregelt werden. Militärische Kolonnen waren nicht vorhanden. Man griff daher zunächst auf die im Lande üblichen Fracht­wagen mit ihrer Ochsenbespannung und ihrer einheimischen Bedienung zurück. Sie alle bildeten den Park der ersten Kolonnen-Abteilung. Als dann die Witbois ebenfalls aus­ständig wurden, reichte die Zahl der Zugochsen, die durch die Rinderpest im Jahre 1897 und durch die Anstrengungen im Herero-Feldzug stark gelichtet waren, nicht mehr aus.