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Im Herero- und Hottentottenland
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Meine Leiden mit der Fuhrparkkolonne.

Mittag mußten heute sämtliche Leute zum Einkreisen der un­ruhigen Tiere auf Weidewache mit. Die Sonne strahlte un­barmherzig eine Höllenglut auf das schattenlose, steinige Feld hernieder; mein Wärmemesser gab 56 Grad C. an. Trotz meiner fürsorglichen Mahnung hatten einige Leute ihren Wasservorrat bereits am Abend vorher aufgebraucht; sie litten jetzt unerträgliche Durstqual. Aber ich konnte ihnen nicht helfen; es war eben eine heilsame Lehre für sie! Als die größte Hitze nachgelassen, nahmen wir von 46 den Abstieg zum Tal nach der Bastardniederlassung Naub. Dank meinen Anordnungen war nicht ein Maultier zurück­geblieben! Hei, was soffen die ausgedörrten Tiere von dem hier so reichlichen Wasser! Aber auch wir Menschenkinder schlürften immer wieder von neuem vom erfrischenden Quell. Abkochen und Weiden schenkten wir uns gern. Da­für wurden die Tiere um 12 nochmals tüchtig getränkt.

Um die Nachtkühle auszunutzen, brach ich schon um 2.30 wieder auf und erreichte das nächste Wasser 8.30 morgens. Wenn auch dieser Teil der Pad bis auf die allerletzte kleine Strecke fast eben war, so wirkten dagegen unzählige kleine Steinftücke, die lose im Sand lagen, recht hemmend auf die Vorwärtsbewegung ein.

Es lächelt der See, er ladet zum Bade.

Aber hellauf ermunterten sich unsere Mienen, als wir in Gras eine seeartige Anstauung des Harachaoub-Revieres, das hier in einem rechten Winkel auf eine Felswand aufstößt, er­schauten.Es lächelt der See, er ladet zum Bade" hurtig fuhren wir auf einer kleinen Anhöhe zum Kral auf. Und sobald wir getränkt, tummelten wir uns in freudiger Luft in den erfrischenden Fluten. Ach, es war eine zu herrliche Wonne, die matten Glieder nach den heißen, staubigen Märschen in dem übermannshohen Gewässer