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Im Herero- und Hottentottenland
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Meine Leiden mit der Fuhrparkkolonne.

Am 17. ritt ich zu meiner Kolonne zurück. Meiner Leute bemächtigte sich bei ihrer Abgeschlossenheit allmählich eine üble Langeweile. Auf alle mögliche Weise suchten sie, sich Zeitvertreib zu verschaffen. Eines ihrer jetzigen Lieb- lingsspiele bildet der Tierkampf. Allerdings muß hierbei als sehr bescheidene Arena ein Pappdeckel herhalten. In ^

ihn werden zwei Skorpione eingesetzt. Nachdem sich nun ^

die Zuschauer in zwei Hälften geteilt, wetten sie einen Fünf­ziger auf eines der beiden Tiere. Alsdann werden die kampflustigen Spinnentiere aufeinander losgelassen, und unter unbändigen Beifallsbezeugungen verfolgen die Par­teien den Kampf. Den Einsatz streicht die ein, deren Skorpion seinen Gegner getötet. Zur Abwechslung wird dem Skorpion auch des öfteren ein Tier halb Käfer, halb ^

Heuschrecke (Professor genannt) entgegengesetzt. Der Skorpion sucht dem Professor mit seinen Scheren die Beine abzuzwacken, dieser hingegen ist bestrebt, jenem die Scheren abzubeißen. ^

Am 20. Marsch von 37.30 nachmittags nach Wind- >

huk. Hier wurden jetzt alle Hände fieberhaft tätig, die Kolonne marschbereit zu machen. Zwölf zu abgemattete Maultiere tauschte ich in Goreamgab gegen 15 einigermaßen bessere ein.

Von Windhuk nach Gobabis. Am 21. wurde 9 vormittags beladen und zwar:

a) Eigene Verpflegung für 1 Offiz., 13 Mann, 1 Konduktor, 20 Kap- bohs, 4 Pferde, 146 Maultiere

4 Wagen, 7 281 Kgr.

b) Von Garnisonverwaltg. (Schreib­sachen, Petroleum)

180 Kgr.

e) Vom Artilleriedepot (Beschläge, Seitengewehre)

200 Kgr.