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Im Herero- und Hottentottenland
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Freud und Leid bei der Proviantkolonne.

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Ich ging mit ihm am Nachmittag zum Bahnhof und stellte

ihn dicht an die Schienen. Nun kam von Karibib her der

Zug fürchterlich raffelnd und schnaubend heran. Bob guckte

ihn gleichmütig an und im nächsten Augenblick griff er

nach seiner Pfeife und stopfte sie mit höchst wurstiger

Miene. Auf meine Frage, was er zu dieser ihm neuartigen M

Erscheinung sage, meinte er bloß: Ihr seid Dütfchmann,

Ihr Dütfchmann könnt alles.

Am 7. ritt ich, um Pferde auszutauschen, nach dem Pferdedepot Goreamgab. Dasselbe liegt ganz großartig.

Das Gebäude liegt auf einem Bergkegel. Ringsherum fallen die Abhänge etwa 100 Meter steil zu Tal. Und jen­seits des umgebenden, kreisförmigen 2030 Meter breiten Tales streben wiederum allenthalben jähe Höhen empor, öfters von wilden Schluchten zerrissen.

Am 9. rückte meine 1. Halbkolonne ab; sie führte die eigentümliche Beigabe von 21 Reit-Kamelen mit. Zum Totlachen sahen die komisch-verzweifelten Gesichter der ^

Kamelreiter beim ersten Jn-den-Sattelsteigen aus. Es waren 21 brave Infanteristen, die ohnehin schon vom Pferd als einem wilden Tiere träumten. Nun ist ja das Aufsitzen gar nicht so ohne, denn im Augenblick des Be- steigens suchen die Kamele nach den Rippen des Reiters zu fassen. Und ihr Gebiß ist kräftig. So hat in Swakopmund ein Kamel das Genick eines Sergeanten, der zur Pflege dieser Lasttiere befohlen, vollständig durchbissen. Dann er­zeugt die hin und her gondelnde Vorwärtsbewegung zuerst so etwas wie Seekrankheit.

NachStamprietfontein. s

Ich schloß mich wieder der mir liebgewordenen 2.

Staffel an. Mit ihr verließ ich Windhuk am 11. Juli, 3 Uhr nachmittags. Mit Freuden hatte ich mich vor dem Ab-