3. Abschnitt.
Freud und Leid bei der Proviantkolonne.
Die Landung, — die ersten Eindrücke, — zur Etappe Windhnk, — anfPadvon Windhuk: nach Kowas, — nach Aminnis, — nach Stainprietfvntcin, — nach Maltahöhe, — in die Zarisberge.
Die Landung.
Am 12. Februar kam das gelobte Land gegen 6 Uhr nachmittags in Sicht und um 7 Uhr abends rasselten die Anker auf der Reede von Swakopmund herab. Ja, wo ist denn das Land, so fragten wir erstaunt, als die Schiffsoffiziere uns bereits gegen 5 Uhr nachmittags die Küste zeigen wollten. Die gelbe, langgezogene Wolke am Horizont konnte doch unmöglich das ersehnte afrikanische Festland sein. „Wir sehen aber doch noch keine Bäume?" Und doch war es die Küste von Südwest! Wie ganz anders hatte sie uns die geschäftige Einbildungskraft vorgegaukelt! Da sahen wir nun einen unermeßlichen, äußerst nüchternen Sandstreifen; dort, wo Swakopmund liegen sollte, erblickten wir nur einige kleine Häuslein. Aber freundlich winkte uns der Leuchtturm mit seinen regelmäßig wiederkehrenden Blinklichtern entgegen: Wartet nur, ihr werdet unser Land schon lieb gewinnen! Noch am selben Abend kam unser Abteilungskommandeur Major Täubler an Bord. Zur Vorstellung waren auch die Herren von der Lulu herübergekommen. Bei der Namensnennung ereignete sich ein neckischer Zwischenfall. Als ein Herr vorgestellt war, und Täubler sich bereits zum Nächsten wenden wollte, fragte