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Im Herero- und Hottentottenland
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Freud und Leid bei der Provicmtkolonue.

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Nach Aminuis.

Am Himmelfahrtstage, am 1. Juni, kehrte ich 3 Uhr nachmittags Windhuk wieder den Rücken. Außer meinem Braunen hatte ich mir noch einen starken Schimmel zuge­legt. Als wir hinter Klein-Windhuk das Revier durch­quert hatten, gingen wir schon zur Ruhe über. Neun Kameraden hatten uns zum Farmer Ludwig in Klein- Windhuk zum Abschiedstrunk geladen. Um 5 Uhr saßen wir denn auf der Terrasse versammelt. Wir genossen den herrlichen Anblick über das zu Füßen liegende liebliche Tal und zu den Bergriesen der Auasgebirge, deren Rücken von der untergehenden Sonne prächtig-glühend beleuchtet wurden. Bald machte der edle Windhuker Wein uns froh­launig und in übermütiger Stimmung verflogen d'ie Stunden nur so. Von 912 Uhr saßen wir noch im Innern des Hauses, da es draußen bärig kalt wurde, und schlürften den vom Grafen K. kunstsinnig gebrauten Grog. Da merkten wir von der Kälte aus dem Heimweg nichts, bloß fiel uns die Unterscheidung der Himmelsrichtungen gar schwer.

Um 3 Uhr morgens wurde geweckt; wir wollten um 4 Uhr abmarschieren. Da wurde der Sanitäts-Sergeant vermißt. Die Leute sagten aus, er habe sich trotz strengen Verbotes um 9 Uhr abends nochmals zur Brauerei begeben. Da ließ ich ringsherum alles ausschwärmen und nach ihm suchen. Meine Ahnung betrog mich denn auch nicht. Er wurde unter einem Busche schlafend vorgefunden. Ihn munter zu machen war vergebliche Liebesmühe, und so ließ ich ihn, der so steif wie ein Brett gefroren war, auf einen Wagen festbinden. Um 5 Uhr rückten wir ab. Wegen der klotzigen Kälte gingen wir alle bis Sonnenaufgang zu Fuß. In Abrahamsfarm frühstückten wir im Farmerhaus. Die