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Im Herero- und Hottentottenland
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Freud und Leid bei der Proviantkolonne.

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Seite fallen sie im Winkel von 45 Grad ab. Oben bilden sie spitze, gleichmäßig gerippte Grate. Aus Spielerei rutsch­ten wir stehend die Abhänge herab, dabei entstand ein metallisch surrender Ton. Oder wir legten uns hinter e-men Grat auf die Leeseite, dann dauerte es nicht lange, und man war binnen kurzem mit Sand völlig bedeckt. Das Überrieseln durch den Sand konnte man mit den Augen verfolgen. Die tiefen Fußspuren waren bereits nach etner halben Stunde nicht mehr zu erkennen.

Die letzten Tage wurden, beritten und ohne Pferd, Gefechtsübungen abgehalten.

Zur Etappe Windhuk.

Endlich sollte unsere Ungeduld ein Ende nehmen. An: 2. März rückte unser 2. Zug morgens 8 Uhr in das Innere ab. (Der 1. Zug war am Tag vorher abmarschiert.) Die Aus- rückestärke des 2. Zuges betrug 3 Offiziere, 1 Oberarzt, 6 Unteroffiziere, 71 Mann, 19 Pferde und 179 Maultiere. Von den letzteren rückten uns allerdings zwei gleich beim Antritt des Marsches aus. Während der eine im Laufe des Tages wieder eingesungen wurde, lief der andere Lümmel bis Wind­huk mit, ohne sich je greifen zu lassen. (Er ist später bei Kowas endgültig verschwunden.) 10.30 Uhr vormittags trafen wir in Nonidas ein. 10 Kilometer Marschlänge! 10 Kilometer in 2)4 Stunden! Schaudert es da nicht jedem braven Reiterherzen? Und damit war das glückliche Eintreffen der ersten Fahrzeuge festgelegt. Die letzten, ach, die kamen erst um 12 Uhr zum Kral, der am Swakop am Fuße eines Felskolosses lag. Aus diesen Zahlen ist ein Rückschluß zu ziehen, wie mühsam es am heutigen Tage für uns war, um die Maultiere, welche zum Teil noch nie eingespannt gewesen und die alle durch das lange Verweilen im Kral übermütig geworden waren, an den Zug zu gewöhnen.