vFreud und Leid bei der Proviantkolonne.
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Die ersten Eindrücke.
Am anderen Morgen bummelten wir in der Morgenfrische durch die Straßen. Einzelne Häuser sind landhaus- artig nett gebaut, im großen ganzen aber sind sie mehr wie einfach. Reizende Bilder bringt das Kriegerleben hervor: Da sitzt ein Matrose auf einem Maultier, das hinter sich das gefüllte Wasserfaß zur Behausung zieht. Dort jagt ein Reiter, dem die frische Lust nur so aus dem Auge blitzt, auf hohem Karren mit drei Maultieren bespannt, im Galopp durch den Sand, und rappelnd und krachend rattert er über die allerorten befindlichen Schienen dahin. Schwerfällige Ochsengespanne, störrische Esel, zu zwölf vor einem Wagen, pustende Kleinbahnlokomotiven kreuzen den Weg des Wanderers. Allerorten geben Trupps gefangener Hereros, zur Arbeit gezwungen, der Stadt ein für uns neuartiges Gepräge.
Um 10 Uhr erfolgt die Anlandsetzung der Mannschaft. Hierbei wurde ein Meisterstück geleistet — aber ich will es mit keinem Eigenschaftswort kennzeichnen! — Als nämlich die erste Gruppe unter Hauptmann H. am Zollhaus vorbei will, da fordert der Beamte von letzterem die Verzollung des Revolvers. Wir Offiziere hatten keine Handfeuerwaffen geliefert bekommen, sondern uns dieselben von dem uns gezahlten Einkleidungsgelde erstanden. So waren sie in den Augen des Gesetzes jetzt nicht staatliche, sondern eigene, mithin verzollbare Waffen. Nach langem Hin und Her rief H. schließlich höchst erregt: Nun passen Sie auf, was ich Ihnen sage! Diesen meinen Revolver habe ich mir angeschafft, weil ich in den Krieg gehe, damit Ihnen die Schwarzen hier den Schädel nicht einhauen. Verzollen tue ich ihn nicht. Treten Sie noch einen Schritt näher, so sind Sie der Erste, der aus dieser Waffe den ersten Schuß erhält! — Sprach's