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Im Herero- und Hottentottenland
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Von Hamburg bis Swakopmund.

schnitten, freute ich mich, die weit über die wissenschaftliche Welt bekannte Seltenheit gesehen zu haben. Die Straße wanderten wir zur Hälfte des Berghanges hinab, um den Anblick der herrlichen Landschaft noch länger genießen zu können. Unterwegs begegneten uns des mehreren spanische Soldaten in geputzter Tracht, doch ließen sie die Straffheit unserer Leute völlig vermissen. Die Bahn brachte uns dann schnell bergab. Wir schüttelten den Kopf über die fabelhafte Schnelligkeit, wie sie bei den starken Kurven und steilem Gefälle hinuntersauste. Der Kerl von Einnehmer hatte einen guten Tag. Unter einer Mark nahm er nichts an, aber herausgeben auf eine höher bewertete Münze tat er auch nicht; da spielte er einfach den tauben Mann. Das Markstück ist überhaupt das niedrigste Geldstück, welches diese Spitzbubenbande von einem abnimmt. In St. Cruz sahen wir uns die Kathedrale an, die noch aus Spaniens Blütezeit stammt. Ihr Prunkstück bildete ein vollständig aus Silber getriebener Hochaltar.

Wie man handeln muß.

Nun wohnte ich noch einem famosen Handel bei, dem beizuwohnen mich der Kapitän aufforderte.Uns Käpten" kaufte nämlich Decken und Spitzen von Teneriffa-Arbeit ein. Zunächst ließ er sich in dem Laden die aus Deutschland einge­führten Sachen vorlegen. Als er scheinbar nicht fand, was er wollte, und die Besitzer jetzt erklärten, nur noch echte Insel- arbeit zu haben, da begann er unter den übrig gebliebenen echten Spitzen erst ernstlich auszusuchen. Bei jedem Stücke handelte er einiges ab. Dann ließ er sich den Zettel mit diesen verkleinerten Posten geben. Die Gesamtsumme be­trug 72,50 Mark. Diese Summe strich er durch und schrieb einfach 60 Mark hin. Als die Kerle darob ein riesiges Ge-

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