Print 
Volkskundliches aus Togo : Märchen und Fabeln, Sprichwörter und Rätsel, Lieder und Spiele, Sagen und Täuschungsspiele der Ewe-Neger von Togo / ges. von Josef Schönhärl
Place and Date of Creation
Page
194
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

n. Dahome-Märchen und Fabeln/)

Nr. 1. Ein reicher Mann mit seinem Sklaven.

(sinngemäße Übersetzung.)

Es war einmal ein reicher Mann, der einen Sohn namens IMa§li6 und einen Sklaven hatte. Der Reiche war blind und konnte gar nichts mehr sehen. Da sagte er zu seinem Sklaven, er soll zu einem Fetischpriester gehen und er soll den Fetisch fragen, was er machen muß, daß seine Augen wieder besser werden. Da sagte der Fetischpriester zu dem Sklaven:Der reiche Mann soll seinen einzigen Sklaven in einem Fluß opfern!" Wie der Sklave nach Hause kam, sagte er zum reichen Mann: Der Fetischpriester läßt dir sagen, du sollst deinen einzigen Sohn in einem Fluß opfern!" Der Mann hat also gelogen, denn nicht der Sohn des Reichen sollte geopfert werden, sondern er selbst. Aber wie er dies dem Reichen gesagt hat, war er nicht einmal zornig. Er sagte:Wenn wir Söhne haben und geraten in eine Not oder Krankheit, so können wir unsere Söhne be­stimmen, daß sie sich für uns opfern und wir aus aller Not gerettet werden. Daher sprach er hierauf zu seinem Sohn: Mein Sohn, du sollst heute ganz gut essen, weil heute dein Ende naht!" Da sagte der Sohn:Für meinen Vater will ich gerne sterben; damit seine Augen wieder gesund werden!" Dann führte der Sklave den Sohn an den Fluß. Als sie fort waren, kam der Freund des Sohnes und fragte, ob die beiden schon gegangen seien. Der Reiche sagte:Ja, sie sind schon längst ge-

Man fand bis jetzt keine Gelegenheit, den k'ö-Text auf seine richtige Schreibweise prüfen zu lassen, weswegen er vorläufig fortgelassen wurde.