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vergraben und werde schon so bestraft; ihr wäret alle gestorben, wenn ihr ihn gegessen hättet!" Dann tat er ein Ei in seinen Mund und ging langsam dem Notsyoevi entgegen. Er stellte sich krank. Notsyoevi hatte Mitleid mit ihm und fragte ihn: „Woher hast du die geschwollene Wange?" „Mein lieber Freund!" sagte er, „ich bin von dem Baume, auf dem wir Böget fingen, herabgestürzt; ich habe deine Frauen zu mir genommen, daß sie mir Medizin machen sollten! Sie sagten aber, du kannst mich (eher) heilen; (ich wollte dich deshalb eben suchen); drücke nur etwas auf die Wange!" Als Notsyoevi daraufdrückte, zerbiß Eyevi das Ei, verschluckte die Schale und spuckte den Dotter heraus und rief freudig: „Wenn du nicht gekommen wärest, würde ich gestorben sein!" Notsyoevi gab ihm noch von den Fischen und Eyevi fragte ihn, wo er diese herhabe. „Ich habe viel Pfeffer gegessen, damit ich einen großen Durst bekam, dann trank ich einen Fluß aus und habe die Fische gefangen!" antwortete ihm Notsyoevi und ging dann mit seinen Frauen und Kindern nach Hause. Eyevi ging mit seinen Kindern und Frauen an den Fluß, um Fische zu fangen. Der schlaue Mann überredete seine Frauen und Kinder zuerst allein viel Pfeffer zu essen. Dies taten sie auch; als sie aber den Fluß austrinken wollten, waren sie sehr betäubt, fielen ins Wasser und ertranken.
Eyevi ging in ein anderes Land und verübte neue Streiche.
Anmerkung: „Eyevi", eigentlich „Aye" — List, Scharfsinn, Klugheit (Streiche verüben), Ayevi — Sohn, Nachfolger eines Schlauen — ähnlich dem „Till Eulenspiegel" Deutschlands und dem „Hubeane" der Basutho. Im Gs (Ans^o-Sprache) heißt Eys — „Spinne". Dieselbe tritt bekanntlich in allen Fabeln als kluges, listiges Tier auf. In Tshwi heißen sogar alle Fabeln „Spinnengeschichten". Sonach könnte „Eyevi" eine „kleine Spinne" oder der „Sohn" der Eys sein? —
Nr. 21.
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Leopard und Sperling.
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