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tutumalili die Drossel, nach F. H. Jülerula (Turdus) vanicorcnsis Qu. G., docli auch als eigentümliche Art Merula samoensis Tristr. aufgefasst, im Walde nicht gerade häutig, schwarz mit gelbem Schnabel, val die kleine Rallide, Ortygometra (Porsang) quaäristrigata Gray (= Porzana cinerea Sc hl eg.) und Ortygometra tabuensis Gray. Oceanisch. In den Sümpfen der Brackwasserlagunen vorkommend. (Yergl. 'itogi, malele und ve'a.)
vasavasa die Würger, Pacycephala (Eopsaltria) icteroides Peale, P. flavifrons Gray und P. albi- frons Peale. Wliitmee hält latulatu für einen von diesen, und ebenso vativati. Der gelbe Würger (P. icteroides) kommt auch auf Fidji vor, während der P. albifrons samoanisch ist; P. flavifrons ist identisch mit P. icteroides oder sehr nahestehend, vativati siehe vasavasa.
ve'a Rallus pectoralis Forst. (Less.), der in den Pflanzungen häufige „Wachtelkönig“. Oceanisch. (Vergl. vai, 'itogi und malele.)
vilu nach Pr. ein grosser Papagei. Kotzebue giebt an, einen solchen in Samoa frei lebend gesehen zu haben, der als Charmosyna samoensis beschrieben wurde. Das Gerücht erhält sich heute noch aufrecht, und glaubwürdige Weisse bestätigen das Vorhandensein eines solchen. Aber es ist noch nie gelungen, eines solchen habhaft zu werden. Möglicherweise handelt es sich um einen entkommenen segafiti.
g) Landtiere (manu o le fanua).
Während die Zahl der Meerestiere, welche für die Eingeborenen wichtig sind, eine recht grosse ist, kann dies betreffs der Tiere des Landes, abgesehen von den Vögeln, nicht gesagt werden. Daher kommt es, dass die Namen für solche recht spärlich und wenig bestimmt sind. Sowohl aus diesem Grunde, besonders aber auch, weil die Landfauna noch so wenig genau bekannt ist, unterlasse ich es, genauer darauf einzugehen. Die wenigen Ausnahmen gehen aus dem folgenden Verzeichnis hervor, afato die bis zu 10 cm lange und fingerdicke Larve eines recht ansehnlichen Käfers (Leib ca. 5 cm lang), einer Cerambycide, nach Prof. Kolbe in Berlin eine Olethrius- Art, und zwar Olethrius scabripennis Thoms., welcher im jungen geflügelten Stadium avi'ivi'i heisst. Der afato lebt in alten, morschen, gefallenen Stämmen des Urwaldes und gilt lebend verzehrt als ein Leckerbissen; syn. nach Pr. moe'ese'ese als Häuptlingswort. Eine besonders fette Larve heisst mulipuni. Eine etwas kleinere Käferart bestimmte Kolbe als 0. insularis Fairm., welche neuerdings auch von Ritsema in Leiden als avi'i vi'i bestimmt wurde nach einem Exemplar, das v. Bülow als avi'ivi'i eingesandt hatte (J. A. E. 1902, p. 209). Ein noch kleineres Exemplar war eine Monohamnus-Art (Kolbe).
alise das Heimchen. Singt zur Zeit der Dämmerung, welche deshalb auch tagialise heisst, die Zeit, wenn man in den Häusern die Feuer anzündet. (Vergl. ligoligo und selogologo.) ane nach Pr. die weisse Ameisen (Termes), die das Holz zerfressen (ane matü). Der Holzstaub heisst 'atigämea. Vergl. mane, loataundloi; ane sosolo heisst nach Pr. eine Art, die bedeckte Gänge aussen an den Baumstämmen baut. Siehe Heft XII der J. M. G., „Die australischen Formiciden“, worin gegen 35 Arten des Gebietes besprochen werden, ferner die Arbeit Dahl’s „Über das Leben der Ameisen im Bismarckarchipel“. Mitt. Zool. Mus. Berlin 1901. anufe Wurm, Raupe etc.
apogaleveleve oder apugaleveleve nach Pr. Spinne und Spinnweb.
atalava die Skorpione. Dieselben kommen hauptsächlich nur im Boden vor und habe ich nie einen auf Samoa frei herumlaufen sehen. Eine grössere Sammlung, welche ich durch Güte des Herrn Dr. Funk erhielt, wurde 1894 bei Erdarbeiten in Utumapu gefunden. Ich habe dieselbe Herrn Prof. Kräpelin in Hamburg übergeben, welcher feststellte, dass es sich nur um den kosmopolitischen Isometrus maculatus de Green und den indo-pacifischen Hormurus austrdlasiae Fahr, handelte. Beide erreichen eine nur geringe Grösse (ca. 3 cm Länge).
'ati'ati nach Pr. Würmer im stehenden Wasser, wohl Fliegenlarven von narnu. (Vergl. ilo.) atualoa der Tausendfuss. Sehr häufig ist die grosse, wohl neu eingeführte Art Scolopender morsitans L. Ein solcher, von 12 cm Länge, griff' mich einmal des Nachts in meiner Wohnung im Bett an, und zwar schlug er seine zwei Zähne mir ins rechte Ohr. Da starke Blutung eintrat, war die Anschwellung nur gering. Kleinere Skolopender leben unter den Steinen bei den Wohnungen. Als Ornament in der Tatauierung p. 86.