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c) Index der Eingeborenenpflanzennamen.
Abkürzungen: Drag. = Dragendorff. Rein. = Reinecke op. 8. Pr. = Pratt op. 1. Sch.-L. = Schumann und Lauterbach. Rez. = Rezept p. 118. (Wegen Reihenfolge der Buchstaben siehe die Indices in Bd. I.)
a'aa'a Sicgesbeclcia orientalis L. (Rein, aa'aa.) Komposite. Die Blätter dienen zum Parfümieren des Kokosöls. Nach Drag, in Indien, China, Australien; „Kraut schweisstreibend, bei Harnbeschwerden, Fluor albus, Karbunkeln und als Wundmittel.“
'a'afia Pr.?
'a'amatie ein Baum auf der Safataseite häufig, Taubenfutter.
'a'amia Ageratum conyzoidcs L. (Rein.); Komposite. — Nach Drag, in Südamerika, Indien, gegen Fieber, Kolik, Diarrhöe, äusserlich gegen Rheuma.
Vatasi Cardamine sarmentosa Forst. (Pr.), Kriechpflanze. Bei Drag, nicht erwähnt, (Rez. 7, 82.)
ao ein Farn (Pr.).
aoa Name für die hohen Banyanen-fFicws-^Bäume, während die niederen Formen mati heissen. Früchte von den Tauben geliebt, aoatane werden die mit wenig, aoafafine die mit vielen Luftwurzeln genannt (Pr.), Ficus aoa Warb, und Ficus Graeffei Warb, (siehe Rein. p. 616), Ruhrmittel. (Rez. 39, dann Rez. 52, 71.) Abbildung p. 364.
aotä ein Baum in Manu'a. (Rez. 25.)
'au'anli B-iospyros samocnsis A. Gray (Pr.), macht Hautblasen. Blätter ca, 10 cm lang, oval, stark glänzend, dunkelgrün; scharfe Wirkung. (Rez. 12.)
'au'aumaile |
'auaunono > Yamsarten (Pr.), ferner 'aumalosi, 'aumalu, 'aupoto.
au'oa J
'auali'i eine talie-Art (Pr.). Nach Rein. p. 661 auali'e eine Yar. von talie mit schönem Holz.
aupata eine Bananenart (siehe Bd. I p. 408).
# 'ante Hibiscus Bosct sinensis L. Kultiviert (vergl. fautü und fau). (Rez. 28, 31, 50.) Nach Sch.-L.
in ganz Melanesien und Polynesien, also wohl kaum neu eingeführt. Als Schmuck siehe Bild 16 p. 38 und das p. 283 Gesagte.
'autefafine Hibiscus-Avt (Pr.).
'autetoga ITibiscus Abelmoschus L. (Rein.), Hibiscus Storkii (Pr.). Nach Drag, wird der Abclmoschus- Samen, der nach Moschus riecht, in Ägypten, Ost- und Westindien und Südamerika als Stimulans, Stomachicum, Antispasmodicum, auch gegen Schlangenbiss benützt; das Blatt als Gemüse, afa hoher Baum auf der Passhöhe von Salani-Falefä, nach Funk Nauclea Forsieri Seem. Nach Rein, ein hochkletternder Strauch mit wohlriechenden weissen Blüten, Clerodendron amicorum Seem., als zweifelhaftes syn. mamälupe (siehe das) angegeben (siehe filitavati'o; siehe auch talieafa). afia nach Pr. Acarina lanceolata , afiavao in Manu'a. (Rez. 6.) Der Name Acarina ist aber in der Botanik nicht bekannt ; vielleicht Acania, eine Sapindacee. ago Curcuma longa L., Zingiberacee, Aus den Wurzeln wird das Curcuma- Gelb, lega genannt, gewonnen (p. 275). Der Rückstand hierbei, malasina genannt, wird als fai'ai gegessen (siehe p. 149), was verständlich wird, wenn man die nahe Verwandtschaft der Curcuma zum Ingwer berücksichtigt. Der Farbstoff, lega, dient nicht allein zum Gelbfärben der Hant als Schmuck (p. 275, vergl. Bd. I p. 446 Anm. 1), sondern auch zum Einreiben, mit Öl gemischt, gegen Entzündung, mit Öl, Kalk und Citronensaft zusammen gegen Geschwüre, z. B. bei Framboesie. Nach Drag. Ostindien, China als Gewürz, Farbe, aromatisches und diuretisches Heilmittel, gegen Verdauungsstörungen, Gelbsucht, Gallensteine.
ala'a starkes Holz zu Speeren. Flache gelbe Blüte, wohl eine Moracee (Antiaris?); nach Funk Arznei gegen Magenleiden. Auf Neu-Guinea wird der Rindensaft einer Antiaris- Art 1 als Pfeilgift verwendet.
ala'avai siehe ala'a.
alafa ein phosphorescierender Pilz (Pr.), namentlich auf altem Holz im Urwald, der einen dünnen Überzug bildet. Ein grösserer leuchtender Pilz ist nach Rein. Lentinus lencnchrous Lev.
aumageo
aumalie
Bananenarten (Pr.).
1 F. Biehn, Tropenhygiene. Jena 1902. p. 159.