Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1903) Ethnographie
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olo lea i le lapa. 'A 'uma, 011 a äfei lea 'o le 'ato e lafo i ai ma iifiufl ia malu, ne'i alu i Inga le 'ona. Ona 'ave i le va'a, 'ua alu i le faiva. E muamua ona va'ai 'o le tagata tautai i se ma'a, 'o i ai se ta'aga i'a. 'A va'ai i le ma'a 'ua tele 'o i'a, ona muamua lea ona si'o i 'upega e tolu pe. 'A 'uma, ona ö a'e lea 'o tagata i Inga. Ona fai atu lea le tautai i le tasi tagata: E fa'asaga, e potoi le 'ava! 'A 'uma oua potoi, ona faiatu lea: Tufa mai. Ona tofu lea le tagata ma le ta'ilua; ona 'u'u lava le lima o tagata, 'ua fetofui lava i lalo o le ma'a ma momono i totonu o le ma'a. 'Ua litlü ai fa'apea le 'ava; ona o a'e i Inga 'ua va'a- va'ai i'a. 'Ua laga atu 'uma i'a i le 'upega, 'ua 'onä.

Koralle. Wenn dies fertig ist, lege den Korb aus, wirf hinein und bedecke zum Schutz, damit das Gift nicht nach oben steige. Dann bringe dies nach dem Boot, das zum Fang fährt. Zuerst sieht nun der Fischer nach einem Stein, wo sich eine Schar Fische befindet. Wenn er einen Stein sieht, wo viele Fische sind, dann machen sie erst einen Kreis mit drei oder vier Netzen um den­selben. Wenn dies fertig ist, dann gehen sie wieder in ihre Boote (nach oben). Darauf spricht der Fischer zu dem andern Mann: Es ist Zeit, das Kraut zu ballen! Wenn der Kloss fertig ist, ruft er: Verteile es. Darauf tauchen die Leute, jeder mit zwei Bällen. Sie halten sie in der Hand fest, tauchen hinunter unter den Stein und stopfen (das Gift) in den Stein hinein; dann schütteln sie das Giftkraut herum. Darauf gehen sie hinauf und sehen nach den Fischen. Sie heben alle die vergifteten Fische mit Netzen weg.

c) Korb- und Netzfischerei (fagota).

Im Gegensatz zum Fang mit Netzen, 'upega, ist der mit Fischkörben, faga oder aoa, nur von untergeordneter Bedeutung. Tu'uleama'aga war ein grosser Korbfischer (siehe Bd. I p. 457). Die Form ist meist cylindrisch oder auch spulenähnlich mit einer Beuse (pua Pratt) und hat nichts Charakteristisches. Man fertigt die Fallen aus den dünnen Banken von Freycinctia ('ie'ie), DesmmUum (lala) u. s. w. Das Legen der Körbe (taufaga) geschieht meist nachts in sumpfiger Gegend wie z. B. in Faleata bei Apia (siehe Bild 12) und weiter westlich, in Falelatai, Safata u. s. w., wo man hauptsächlich Muränen und Seeaale fängt. Zur Anlockung giebt man einen Köder (maunu) aus Krebsschwänzen u. s. w. hinein, und um die Falle weniger bemerkbar zu machen, umkleidet man den Eingang mit Korallenstücken (tau'amu) und macht ihn oft recht lang (tapua Pratt). Häufig macht man auch Beusen aus Kokosblättern, mit denen man den bis zum Korb hinführenden Baum einschliesst (puni siehe Bd. I p. 219).

Eine sehr eigenartige Spielerei der Frauen ist auch der Fang der tu'u'u-Fische, der Ghjphi- dodon-Avtm ; dazu dient das kleine kinderkopfgrosse, auf dem Bilde 57 wiedergegebene Fangkörbchen, faga fa'atau tu'u'u. Die Frauen hängen dieses Körbchen ins Wasser, nachdem sie einen im Korallenblock oder sonstwo gefangenen lebenden tu'u'u am Schwanz im Körbchen gefesselt haben, so dass er gerade noch drinnen herumschwimmen kann. Sie warten nun bis ein anderer tu'u'u hinein­schwimmt, worauf sie den Korb mit einem Buck auf holen. Dieser Fang wird hauptsächlich in Aleipata und Safata geübt. Er erinnert sehr an den Fang der Taube manutagi (siehe Ab­schnitt VIII). Oft macht man auch Fischkörbe aus Kokoswedeln für den einmaligen Gebrauch, die man verborgen in der Lagune auslegt (näga Pratt), oder man macht es auf folgende Weise:

'O le sasa'e le igoa o lea faiva.

E ta ifo le launiu o le niuui. Ona 'au mai lea fa'alä. Ona lalaga lea 'o le ola tele. 'Afai e lalaga le ola, 'a 'ua o'o i le afiafi i le itulä e lima pe. Ona 'ave lea 'o le ola 'ua fusi i le pou o le fale e moe ai i le, ne'i alu i ai se pili po 'o se mogamoga po'o se tasi mea ola,

Sasa'e 1 2 ist der Name dieser Fangart.

Man schlägt die AVedel der niuui-Palme herunter und legt sie in die Sonne. Dann flicht man daraus einen grossen Fischkorb. Wenn dieser geflochten ist, so ist etwa die vierte oder fünfte Stunde des Nachmittags herbeigekommen. Darauf nimmt man den Fischkorb und bindet ihn an den Pfosten des Hauses, in dem man in der Nacht schläft, damit keine Eidechse 3 darüber gehe,

1 mafna kleine Fische als Köder (Pratt).

2 sasa'e heisst auch der Stock, mit dem man die heissen Steine des Ofens ausbreitet, um das Essen zum Kochen darauf zu legen; für Eisclifallen nach Pratt auch lagalaga.

3 siehe v. B ü 1 o w op. 7, wo dasselbe beim Bootbau berichtet wird.