Bild 40. Samoanisclie Mädchen, die mittlere mit Hautdecken (Pityriasis, tane), die beiden seitlichen mit Schmucknarben (moti)
auf den Armen.
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Abschnitt III.
Heilkunde.
a) Die auf Samoa heimischen Krankheiten, Klima.
(Vergleiche den Anhang zu Band II.)
Des besseren Verständnisses halber scheint es nicht überflüssig, hier einige kurze Notizen über das Klima vorauszuschicken. Die ungefähr 13° C. südlich vom Äquator gelegenen Samoa-Inseln liegen im Gebiete des Südostpassates (to'elau), welcher von April bis in den November hinein regelmässig täglich von 8 Uhr vormittags bis Sonnenuntergang, z. B. in Apia, zu wehen pflegt, während die Nacht über ein deutlich ablandiger Wind sich fühlbar macht, weshalb die Samoaner nachts gewöhnlich die Inlandseite ihrer Häuser vornehmlich zu verschliessen pflegen. Da die Inseln im allgemeinen von Osten nach Westen streichen, so sollte man meinen, dass nur die Südseite der Inseln vom Passat getroffen würde, und dass deshalb die Nordseite, an der ja Apia liegt, windlos und heiss wäre. Dies ist jedoch nicht der Fall, denn der nicht immer genau aus SO., sondern mehr aus OSO. und selbst aus 0. wehende Wind teilt sich am Ostkap der Inseln und kommt so auch der abgelegenen Seite zu gute. Ja, er ist hier viel milder und trockener; denn die direkt vom Passat getroffene Südseite leidet oft sehr unter den steten Regenfällen, wenn auf der Nordseite schönstes Wetter ist, wie man dies ja ähnlich von zahlreichen andern Orten kennt. Auch ging aus zahlreichen Liedern im ersten Band zur Genüge hervor, wie schon beim Tatauiergesang erwähnt, dass die Samoaner den allzu kräftig wehenden Passat, der meist Windstärke 3—4 (nach Beaufort) und darüber hat, durchaus nicht lieben. Im allgemeinen