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Kapitel VIII.
Fahrt nach den Salomonsinseln.
Im Archipel wurde die Nachricht von der Übernahme der Landeshoheit durch das Reich mit grosser Freude begrüsst. Die Nachteile, welche naturgemäss bei der Wahrnehmung der Landeshoheit durch eine im wesentlichen eine Erwerbsgesellschaft darstellende Kompagnie zu Tage treten, waren auch im Bismarck-Archipel fühlbar geworden. Es war nun zu hoffen, dass für öffentliche Zwecke erheblich grössere Summen verwandt werden, und dass insbesondere für den Schutz der Händlerstationen in ausgiebigerer Weise gesorgt werden würde wie bisher.
Zunächst fehlte es allerdings noch an allen und jeden Hilfsmitteln mit Ausnahme der von der Neu- Guinea-Kompagnie übernommenen drei Dutzend Polizeijungen mit einer Rudergig. Doch glücklicherweise war am 1. April S. M. S. »Möwe«, Kommandant Korvettenkapitän Dunbar, in Matupi eingetroffen, um die Vermessung des Archipels weiter zu führen. Da nach der ungesühnt gebliebenen Ermordung des Kapitäns Kolshorn 1898 in den Salomonsinseln die Besatzungen der Anwerbeschiffe sowie die im südlichen — inzwischen an England abgetretenen — Teil der Inseln wohnenden Händler in ihrer Sicherheit bedroht schienen, so richtete ich an den Kommandanten S. M. S. »Möwe«